Guelphen-Medaille

Die Träger der Gulphen-Ordens-Medaillie sind in von Wessels Buch über die ruhmwürdigen Taten der Unteroffizieren und Soldaten der englisch-deutschen Legion und der hannoverschen Armee aufgeführt. Da mit diesem Buch versucht wurde, möglichst alle ruhmeswürdigen Taten aufzuzählen, sind darin auch Beschreibungen enthalten, bei denen die entsprechenden Unteroffiziere/Soldaten nicht mit der Medaillie ausgezeichnet wurden. Diese sind dabei mit einem * markiert worden. Sie wurden aber in die fortlaufende Nummerierung mit aufgenommen.

Viele militärische Begriffe finden heute keine Verwendung mehr, daher vorweg ein kleines Glossar mit einigen Begriffen, die in dieser Beschreibung häufiger vorkommen:

 Arriergarde                               Nachhut (franz. Arrièregarde) ist die Bezeichnung für eine selbständige militärische Formation der Marschsicherung beim Rückzug eines Truppenkörpers, welche im Allgemeinen aus einem verstärkten Bataillon besteht und am Ende des Gros oder der Hauptkräfte marschiert oder verbleibt.
 Aide-de-camp Im deutschen Sprachraum wurde ein Aide-de-camp (früher auch als Flügeladjutant bezeichnet. Dies war ursprünglich der Adjutant des Feldherrn, der für die Übermittlung der Befehle an die einzelnen Flügel der kämpfenden Armee zu sorgen hatte.
 Defilee                  Engpass (franz. Défilé), an dem sich die marschierende Formation zu einer „Schlange“ (frz. file) reihen muss, um ihn passieren zu können, z. B. eine Schlucht, ein Hohlweg, eine Brücke, aber auch die engen Straßen einer Ortschaft. Nach Passieren des Engpasses löst sich die Schlange (die Linie) wieder auf (Dé-filé), entweder zur erneuten Formation (Kolonne) oder aber zum Ausschwärmen (Debouchieren, von französisch bouche „Mündung“).
 Rekognoszierung  Ein Gelände, Terrain oder die Stellung des Feindes erkunden.
 Vedette                      Bezeichnet einen vorgeschobenen Reiterposten; Vorpostendienst; Feldwache.
 a la/en débandade  in aufgelöster Ordnung; in lockerer Ordnung
debouchieren  aus einem Engpass hervorrücken, hervorbrechen
retirieren  sich [eilig] zurückziehen; fliehen
palisadieren [franz. Palissader[, mit Palisaden verschanzen, Palisadierung: Holz zu einen guten Bollwerk aufzubringen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

 

Ruhmwürdige Thaten, welche in den letzten Kriegen von Unteroffizieren und Soldaten der englisch-deutschen Legion und der hannoverschen Armee verrichtet find.

Aus zuverlässigen Nachrichten zusammengestellt von

Ludwig von Wissel,

Königl. hannoverschem Artillerie-Hauptmann.

Hannover, 1846.

Im Verlage der Helwingschen Hofbuchhandlung.

Erste Abteilung.

Benevente 1808. Beim Rückzuge der englischen Armee nach Coruña war ihre Kavallerie in Benavente zurückgeblieben und hatte schwache Vorposten bis an den Fluss Esla vorgeschoben. Am 29. Dez., früh morgens, gingen unerwartet durch dieses Wasser 600 Mann von Napoleons reitender Jäger-Garde, welche bei Austerlitz die russische Garde-Kavallerie geworfen hatte und dadurch sehr stolz geworden war. Die Franzosen drängten die wenigen Vortruppen, trotz deren tapferer Gegenwehr, zurück und rückten kühn gegen Benavente vor; dann aber wurden sie, als nach und nach englische Kavallerie herbeigeeilt war, mit großem Verluste durch die Esla zurückgetrieben; sie verloren 1/3 an Toten, Verwundeten und Gefangenen.

1. Wachtmeister Ernst Küster, 3. Husaren-Rgmt. Das 3. Husaren-Regiment kam zuerst den bedrängten Vortruppen zu Hülfe, weil sein Kommandeur einen raschen Andrang des Feindes vermutete und deshalb vorsichtig war. Die Husaren

Muth in der Brust!

Scharf wie der Blitz ihre Säbel,

Dunkel die Blicke wie Nebel;

Kampf ihre Lust!

hatten einen harten Strauß gegen den tapferen Feind zu bestehen; ihre Säbel schlugen fürchterliche Wunden. Unter den vielen Braven war Küster einer der hervorstechendsten.

2. Husar Otto Basedau, 3. Husaren-Regiments. Im Anfange des Gefechts ward Basedau von 8 Feinden umringt und aufgefordert sich zu ergeben; allein der tüchtige Husar verzagte nicht, hieb tapfer auf seine Gegner ein, säbelte deren 4 von ihren Pferden und bahnte sich den Weg zu seinen Kameraden. Obgleich er dabei 2 nicht unbedeutende Kopfwunden und einen Hieb über die linke Hand bekommen hatte, so nahm er doch an dem fernen heftigen Kampfe lebhaften Antheil, und am Ende zeigte sein Säbel 52 Scharten. Einige Tage vorher ward die englische Nachhut bei welcher das 3. Husaren-Regiment, von der feindlichen Kavallerie hart gedrängt. Der Husar Greberg wurde verwundet und gefangen; 12 feindliche rote Husaren waren im Begriff ihn fortzuführen als Basedau die Bedrängnis seines geliebten Kameraden erblickte. Flugs jagte er, obgleich in demselben Augenblick sein Regiment zurück ging, auf die Feinde los und hatte das Glück, seinen Freund durch große Tapferkeit zu befreien. Basedau hatte sich auch schon bei Kopenhagen 1807 ausgezeichnet. Er bildete die Spitze eines Kommandos von 6 Mann, welches unter dem Wachtmeister Kronshagen zum Rekognosciren ausgesandt war. Da bemerkte er 4 Wagen, die mit Proviant beladen und von Dänen eskortiert waren; er wirft sich rasch entschlossen auf die 8 Mann starke Bedeckung, jagt allein dieselbe in die Flucht, und führt die erbeuteten Wagen und Pferde mit dem jetzt herbeigeeilten Husar Battermann zu feinem Regimente.

3. Husar Joh. Bergmann, 3. Husaren-Regmts. Als die franz. Kavallerie zuletzt bei Benavente überwältigt und zurückgedrängt ward, verfolgte Bergmann der schon vorher einen franz. Offizier besiegt hatte, einen andern, welcher mit einem grünen Oberrocke und einem dreieckigen Hute bekleidet war.  Bergmann holte auf seinem raschen englischen Pferde den Flüchtling bald ein und nahm ihn nach einiger Gegenwehr gefangen, lies sich jedoch, da er nicht ahnte, dass sein Gefangener der General Lefebre Desnouettes war, denselben durch einen schlauen englischen Kavalleristen entführen, und schloss sich wieder der weiteren Verfolgung an. Erst später wurde sicher ausgemittelt, dass es Bergmann war, der den General gefangen nahm. Auch in dem Gefechte an der Göhrde zeichnete sich Bergmann durch Tapferkeit aus. Er empfing aber bei einem Angriff auf ein Quarree 3 Schusswunden in deren Folge er dienstunfähig und pensioniert wurde.

4. Husar Anton Römer, 3. Husaren-Regiments. Zwei Tage vor dem Gefecht von Benavente hatte Römer den äußersten Posten von einem Teil des Regiments, der als Nachhut zurückgelassen war.  Der Feind drang in der Nacht rasch und übermächtig vor. Römer konnte nur mit genauer Not zu feiner Feldwache gelangen; dennoch unternahm er es sofort, auf Umwegen und mit größter eigner Gefahr, mehre andere Feldwachen von dem schnellen Andrang des Feindes zu benachrichtigen und dieselben dadurch vor einer sonst höchst wahrscheinlichen Gefangenschaft zu bewahren. Hierbei und auf dem weitern Rückzuge leisteten ihm einige Kenntnisse der französischen und spanischen Sprache gute Dienste. Römer, unweit Worms geboren, hatte 1804 französischer Husar werden müssen, mehre Feldzüge mitgemacht war unter Junots Armee nach Portugal gelangt und 1808 ins 3. Husaren Regiment der Legion übergetreten. Bei Benavente focht er sehr brav und machte 2 Gefangene, erhielt aber auch 2 Wunden. Bald darauf schützte er den Adjutanten Brüggemann bei Lugo vor Gefangenschaft. Bei der Göhrde focht er gleichfalls tapfer und verließ trotz einer Verwundung den Kampfplatz nicht. November 1813 ward er in einem Gefecht bei Winsen an der Luhe durch eine Musketenkugel verwundet und dienstunfähig.

Grijo 1809.

5. Schütz Heinrich Hauer, 1. Linien-Bataillons. Am 11. Mai hatten sich die französischen Truppen, welche am linken Ufer des Douro waren, unweit Oporto bei Grijo aufgestellt. Hier entspann sich ein Kampf, an welchem mehre Truppen der Legion und namentlich die von den 4 Linie-Bataillonen vereinigten Scharfschützen Anteil nahmen. Hauer war Bedienter bei dem die Schützen des Bats. befehligenden Lieut. von Wersebe und konnte bei der Bagage bleiben; aber sein Diensteifer trieb ihn vorwärts in Reih und Glied, wo er sich nicht nur durch die Gefangennehmung eines französischen Stabsoffiziers auszeichnete, sondern sich zugleich durch ganz vorzüglichen Mut hervortat und seinen auch später treu bewährten Ruf begründete, einer der bravsten Scharfschützen zu sein.

Talavera 1809. Nachdem Wellington die Armee unter Soult aus Portugal vertrieben und für einige Zeit beseitigt hatte, wandte er sich nach dem Tajus, um ein andres französ. Heer unter dem Marschall Viktor zu bekämpfen. Da ward am 27. Juli ein ernstes Gefecht und am 28. Die glorreiche Schlacht bei Talavera geliefert.

*6. Soldat Ludwig Krücke, 7. Linien-Bataillons. Am 27. Juli Abends ward das 7. Bataillon durch einen unerwarteten und heftigen Andrang der Franzosen überrascht und zurückgeworfen. Der Fähnrich, welcher die eine Fahne trug, wurde durch einen Schuss in den Unterleib schwer blessiert und ihm entfiel die Fahne. Da das Bataillon in einiger Unordnung schnell zurückging und da die Fahnen-Rotten sämtlich getötet, verwundet oder zerstreuet waren; so wäre das heilige Panier wahrscheinlich in die Hände des Feindes gefallen, wenn es nicht der entschlossene Soldat Krücke rasch aufgenommen und fortgetragen hätte. Bei Waterloo hat Krüeke sich auch sehr mutig bewiesen.

7. Soldat Conrad Bühring, 2. Linien-Bataillons. Am 28. Juli, als das Bataillon zu einer Bajonett-Attacke vorging, wurden die Fahnenrotten getötet oder verwundet, und dem Fähnrich Billeb, welcher die eine Fahne trug, entfiel dieselbe, als er von einer Gewehrkugel am Ellbogen getroffen zu Boden stürzte. Bühring, dieses wahrnehmend, kehrte sofort zurück, ergriff die Fahne und eilte mit derselben rasch zum Bataillone und dem Feinde entgegen. Bei Busaco und Waterloo ward Bührings Tapferkeit ebenfalls bemerkt.

8. Sergeant Heinr. Ruhmann, 2.Linien-Batls. Dieser brave Sergeant, der sich erst neulich beim Douro-Übergang tapfer bewiesen hatte, zeigte gleichfalls in der Schlacht von Talavera die heilige Anhänglichkeit eines tüchtigen Soldaten an seine Fahne. Er war in ihrer Nähe und ward beim Vorrücken des Batls. zum Angrifs im Arme verwundet, als auch der Fähnrich Blumenhagen verwundet niedersank. Da ergriff er trotz der schmerzenden Wunde des Fähnrichs Fahne, eilte mit ihr dem Bataillone zum Angriff nach und trug sie bis zum Ende der Schlacht. In den Laufgräben des belagerten Kastels von Burgos ward Ruhmann 1812 von einem Bombenstück ziemlich stark am Beine verletzt; dennoch verließ er seinen Posten nicht, wo er als ältester Sergeant kommandierte sondern verharrte daselbst den übrigen Teil der Nacht, bis am Morgen die Ablösung eintraf.

9. Korp. Christoph Reinhardt, 5. Lin-Batls. stand in der Schlacht von Talavera als Soldat in der linken Fahnenrotte. Bei einem Bajonett- Angriff des Bataillons wurde der Fähnrich Köhler welcher die eine Fahne trug, schwer blessirt, die Fahnenstange ward entzwei geschossen, und auch die Sergeanten um die Fahne waren verwundet. In diesem wichtigen und entscheidenden Augenblicke, in welchem das Bat. mit einem überlegenen Feinde handgemein wurde, ergriff Reinhardt jene Fahne, verteidigte sie mit großer Tapferkeit und gab sie erst nach beendigtem Kampfe wieder ab. Dieser Bajonett-Angriff wird wahrscheinlich derselbe sein, den der Kommandeur des Bataillons, der Kapit. Von Langrehr mit der andern Fahne in der Hand gegen ein ganzes franz. Regt., welches in Kolonne vorrückte, heldenmutig und glücklich unternahm, wobei er von den Scharfschützen der Legion tüchtig unterstützt ward. Jenes franz. Regt., das 28ste, soll durch die Bajonette und die Kolben des 5. Batls. 400 Mann verloren haben.

Die Franzosen versuchten, den englischen linken Flügel, welcher eine starke Stellung auf einem Hügel einnahm, durch ein breites Thal mit einer bedeutenden Infanterie-Masse und einiger Kavallerie zu umgehen. Um diese gefährliche Bewegung aufzuhalten, mussten das 1. Hus.-Rgt. der Legion und das 23. engl. Dragoner-Regt. gegen jene feindliche Infanterie einen Angriff unternehmen. Derselbe ward mit Muth begonnen; aber die Kavallerie-Regimenter trafen gerade, als die Pferde im vollen Laufe waren, auf das trockne und tiefe Bett von einem kleinen Gebirgsbache welches man wegen des hohen Grases nicht zeitig bemerkt hatte. Nun entstand eine große Verwirrung, viele Reiter stürzten, der Angriff konnte nur ungeordnet ausgeführt werden und endete mit großem Verlusten indessen ward doch die gefürchtete Bewegung der Franzosen gehemmt.

10. Korporal Heinrich Dierks, 1. Hus.-Rgts. Bei diesem Angriffe ward das Pferd des Lieuts Cordemann erschossen und er selbst durch das stürzende Pferd verletzt. Im heftigen feindlichen Feuer sprang Dierks sofort von seinem Pferde, half seinem Offizier auf dasselbe und rettete sich selbst zu Fuß.

11. Husar Johann Scheller, 1. Hus. -Regts. Auch das Pferd des Husar Senne fiel bei jener Gelegenheit dicht vor den feindlichen Quarrees nieder und auf seinen Reiter, der sich nicht aufzuhelfen vermochte. Schnell saß Scheller ab und erlöste seinen Kameraden im nahen Bereich des feindlichen Feuers. Er und Dierks zeigten auch bei Toulouse großen Muth.

12. Bombardier Dierking, 4. Fuß-Kompagnie. An und auf dem vorhin erwähnten wichtigen Hügel, gegen welchen die Franzosen ihre Hauptanstrengungen richteten, standen die beiden Fuß-Batterien der Legion und feuerten mit großem Geschick und großer Wirkung. Dierking befehligte eine Haubitze und zeichnete sich aus durch ruhiges und gutes Richten. Als die französ. Kolonnen von den beiden Kav.-Regimentern, wie vorhin gesagt, angegriffen wurden und Quarrees bildeten, warf der Beinbardier auf besonderen Befehl Wellingtons, der sich meistens in der Nähe des Hügels aufhielt, Bomben nach dem einen Quarree und zwar mit solcher Genauigkeit und Wirkung, dass dasselbe, obgleich es teilweise durch ein Gebäude gedeckt war, nach wenigen Schüssen sich genötigt sah, seine vorteilhafte Stellung aufzugeben und zurückzugehen. Wellington war so sehr mit dem Bombardier zufrieden, dass er ihn auf Schulter klopfte und sagte: Sehr gut mein Sohn!

Derselbe Bombardier warf auch bei Busaco, als die leichten Truppen durch eine feindliche Kolonne sehr gedrängt wurden, in diese 2 Bombenkartätschen mit solchem Erfolg, dass sie gänzlich gesprengt und von der Infanterie mit Hurrah verfolgt wurde.

Vernunft und Witz

Nichten das Geschütz

Dass auf jeden Blitz,

Ja auf jedes Knallen

Viele Feinde fallen.

Gallegos 1810. Das 1.Hus.-Regt. hatte seit März bei der leichten engl. Division unter dem General Crawfurd den beschwerlichen Vorposten-Dienst an der Agueda ausgezeichnet versehen. Als am 8. Juni 4000 M. franz. Kav. über diesen Fluss gingen, wurden die Vorposten an die Azava zurückgenommen. Häufige Scharmützel fielen vor. Mitte Juni ward die leichte Division durch das 14. und 16. engl. Dragoner-Rgt. verstärkt, und die deutschen Husaren erhielten einige Erleichterung.  Am 4. Juli früh morgens drang französische Kavallerie über die Azava bei Marialbia, warf die engl. Kavallerie-Vorposten schnell nach dem 1/2 Stunde entfernten Dorfe Gallegos, wo 1 Schwadron des 1. Hus-Rgts. Unter Rittmeister Krauchenberg, 2 Schwadronen des 16 engl. Drag.-Rgis. und 2 engl. reitende Geschütze zur Unterstützung waren. Rasch führte Krauchenberg seine Schwadron dem Feinde, der 3 Regimenter stark war, entgegen, hielt ihn eine Zeitlang auf und deckte den Rückzug, der über Gallegos nach Alameda ging. Zwischen diesen beiden Orten ist eine Brücke, die über ein kleines Gewässer mit morastigen Ufern führt. Es gelang den Husaren, die lebhaft von den Franzosen verfolgt wurden, ohne Verluste über die Brücke zu kommen und sich wieder zu formieren. So wie sich die Husaren geordnet hatten, wurden die zuerst übergegangenen Franzosen kräftig angegriffen und wieder zurück geworfen. Die Franzosen wiederholten den Versuch, aber Krauchenberg warf sie wiederum zurück, und verließ nur auf Befehl die mutig verteidigte Brücke. Hier ernteten die Husaren großes Lob vom General Crawfurd und auch von Wellington.

13. Korp. Ferdinand Almstedt, 1. Hus.-Rgmt., tat sich in diesem Kampfe besonders hervor; er war stets der Vorderste bei den verschiedenen Angriffen, und als sein verwundeter Wachtmeister Bergmann von den Feinden gefangen wurde, stürzte er sich auf dieselben, hieb einen nieder, jagte zwei in die Fluch und ward Bergmanns Retter. Dieser äußerst brave, rechtliche und zuverlässige Mann war stets der Erste, wo zu einer gefahrvollen Unternehmung Freiwillige gefordert wurden, und bei der Brücke von Toulouse 1814 bewies er gleichfalls große Tapferkeit.

14. Wachtmeister Ludwig Engel, 1. Hus.-Regts., hieb den feindlichen Offizier welcher zuerst über die Brücke ging, vom Pferde, nahm in dem gleich zu erwähnenden Gefechte am 11. Juli den feindlichen Anführer gefangen, so wie er auch bei El Bodon einen Offizier gefangen nahm und sich stets außerordentlich tapfer bewies.

Villa de Puereo 1810. Die Franzosen ließen nach jenem Gefechte nur einige Vorposten in Gallegos, sandten aber hier wie auch in der Folge, um die fehlenden Lebensmittel herbeizuschaffen, Detachements ab, welche die Orte plünderten und manche kleinen Kämpfe mit den Vortruppen der Alliierten veranlassten, die jenen Zweck zu verhindern suchten. so wollte auch der General Crawfure in der Nacht 10./11. Juli mit 7 Schwadronen unter denen 2 (Krauchenberg und von Gruben) vom 1. Husaren-Regimente, gegen die von Gallegos ausgehenden feindlichen Detachements einen Hinterhalt bei Villa de Puereo legen. Als Krauchenbergs Schwadron am Morgen des 11. Im Begriff stand, eine französische Kavallerie-Abteilung anzugreifen, ward man unerwartet in den Kornfeldern feindliche Infanterie gewahr, circa 200 Mann. Krauchenberg griff dieselbe sofort an, aber vergebens und mit Verlust; während er sich nun wieder gegen die feindliche Kavallerie wenden musste, wiederholten die Schwadronen des engl. 16. und 14. Regiments die Angriffe auf das kleine Quarre, vom Kapitän Guache kommandiert, das jedoch nicht gebrochen ward, sondern ohne eignen Verlust den Gegnern manchen Mann tötete und verwunden.

15. Schmied Wilhelm Stünkel 1. Hus.-Rgts. Dieser Mann, der nicht zu den Kombattanten gehörte, hat bei vielen Gelegenheiten sich durch Bravour und Unerschrockenheit ausgezeichnet und manchem seiner Kameraden das Leben gerettet. Als bei Talavera seine Schwadron ans einen starken Kanonenfeuer sich zurückzog, verweilte er in demselben und befreite einige Husaren die unter ihren gefallenen Pferden lagen. Als in jenem Gefecht bei Villa de Puerco Krauchenbergs Schwadron gegen die franz. Kavallerie steh wandte, nachdem der Angriff auf das kleine Viereck abgeschlagen war, blieben vor diesem mehre Verwundete liegen. Stünkel gab sein Pferd einem Kameraden, der das seinige verloren hatte und leicht verwundet war, und bevor wieder eine Charge gegen das Viereck gemacht wurde, holte er dicht vor demselben 4 schwer verwundete Husaren weg. Am 17. Juni 1815 sandte ihn sein Rittmeister Cordemann aus, um Wasser zum Tränken in der Nähe aufzusuchen. Stünkel ritt auf einen Bauernhof zu, bemerkte aber, wie er in dessen Nähe kam, dass schon einige Husaren seines Regiments sich auf dem Hofe befanden und ihre Pferde abgestangt hatten, um dieselben zu tränken. Zugleich erblickte er eine nahe feindliche Kavallerie-Abteilung von 15 Mann, welche ihre Richtung nach jenem Hofe nahm und anscheinend die Gegenwart der deutschen Husaren kannte, die ihrerseits nichts vom Feind ahnten, ihn auch nicht wahrnehmen konnten und in ihrem jetzigen Zustand verloren waren, wenn der Feind schnell den Hof erreichte. Stünkel wirft sich rasch dem Feind entgegen; glücklicherweise kommt ihm sofort ein Husar von jenem Hofe zu Hilfe; beide halten den Feind auf, machen Lärm die übrigen eilen nun auch herbei und die drohende Gefahr wird abgewandt. Der mutige Schmied hatte nur einige kleine Wunden erhalten.

Côa. Am 11. Juli war die Festung Ciudad Rodrigo von den Franzosen eingenommen, welche nun am 24. Juli in einem heftigen Gefecht die englische leichte Division über die Côa drängten und dann die Festung Almeida einschlossen die am 27.August fiel.

16. Wachtmeister August Fischer, 1. Hus.-Rgt. In jenem Gefecht an der Côa oder bei. Almeida erblickte Fischer den schwer verwundeten Oberstlieutenant Smith vom 95. englischen Regimente und rettete ihn bei dem heftigen Andrängen des weit überlegenen Feindes, indem er ihn sofort auf sein Pferd setzte und selbst zu Fuß davoneilte. Der General Crawfurd war Zeuge dieser lobenswerten Tat und übersandte dem Wachtmeister ein bedeutendes Geschenk. Am 19. März 1811 nahm Fischer zu Ponte da Murcella ganz allein einen Korporal und 9 Mann franz. Infanterie gefangen.

Nachdem auch Almeida gefallen war, drangen die überlegenen Franzosen weiter vor, und es ereigneten sich vor und nach der Schlacht von Busaco viele kleine Gefechte, in denen sich die ersten Husaren welche meistens den Vorposten- und Arriergarden-Dienst versahen, rühmlichst auszeichneten.

Busaco 27. September 1810.

17. Korporal Friedr. Stege, leichten Batls. In der Schlacht von Busaco war Stege noch Soldat; er war zur Wache bei der Bagage kommandiert aber dies Kommando entsprach nicht seinem Eifer und Ehrgeiz; er bestürmte seinen Kapt. H. v. d. Busche, als ein nahes Gefecht wahrscheinlich schien, so lange mit inständigen Bitten, bis derselbe ihn ablösen und am Kampfe teilnehmen ließ. Nun war er auch einer der Tapfersten und Vordersten, stürzte sich unter die geworfenen Franzosen und brachte, was er ähnlich auch bei Talavera getan, einen derselben gefangen zurück.

18. Sergt. Christoph Werner, 1.leicht. Batls. War äußerst brav bei Busaco und nahm im Verein mit dem Schütz Könecke indem beide rasch aus der Schützenlinie vordrangen und das coupirte Terrain geschickt benutzten, einen französischen Obersten dicht vor seinen Leuten gefangen. Beim Ausfall der Franzosen aus Bayonne am 14. April 1814 ward er gleich Anfangs schwer verwundet, wollte aber dennoch seinen Posten nicht verlassen, bis er ausdrücklich Befehl zum Zurückgehen erhielt. In der Schlacht von Waterloo befand er sich beim Landwehr-Bataillone Salzgitter, und seine Vorgesetzten rühmen seine unerschrockene kalte Ruhe und seinen ausgezeichnet guten Einfluss auf die jungen Soldaten.

19. Hornist Conrad Meyer, 1. leichten Batls. Als Hornist lag ihm auch die Pflicht ob, die Verwundeten zurückzubringen; er erfüllte dieselbe treulich in vielen Gefechten und Schlachten, aber sein Eifer trieb ihn stets sofort in den Kampf zurück. So ward ihm auch bei Busaco die Fortschaffung eines Verwundeten von einem Unteroffizier mit den Worten anbefehlen, — er als Hornist könne am besten entbehrt werden. — Mit Tränen in den Augen gehorchte er dem Befehl, jedoch ehe eine Viertelstunde verfloss, war er mit der Büchse des Verwundeten zurückgekehrt und fechtend in die Linie der Tirailleurs getreten. In einigen Belagerungen wo die Vorposten der leicht. Bat. zum Teil in Gruben unmittelbar unter den feindlichen Batterien standen, teilte Meyer freiwillig als Schütze die Gefahren feiner Kameraden, wenn fein Dienst als Hornist für den Augenblick nicht erforderlich war.

Rückzug zu den Linien 1810. Die Franzofen waren zwar in ihrem Angriff auf die starke Stellung von Busaco blutig zurückgewiesen, allein sie umgingen dieselbe, und das schwächere englische Heer zog sich über den Mondego in die Linien von Torres Vedras bei Lissabon zurück. Die ersten Husaren hatten auf diesem Rückzuge manche Gefechte.

20. Husar Wilh. Deeken 1. Hus.-Regiments. Am 1. Oktober ging die Arriergarde der engl. Arnmee vom rechten Ufer des Mondego auf das linke. Die deutschen Husaren mussten wiederholt die überlegene und aufdrängende franz. Kavallerie angreifen damit die rückwärtigen Defileen von der eignen sicher passiert werden konnten. Deeken zeichnete sich nicht allein durch ungewöhnliche Tapferkeit und Umsicht aus, sondern auch dadurch, dass er, mit 3 andern Husaren bei einem Angriff gänzlich abgeschnitten, durchaus nicht verzagte, sondern sich kühn durch die zahlreichen Feinde hieb und feine Schwadron wieder erreichte; ein Husar wurde hierbei getötet, er und die übrigen wurden verwundet. Am 18. Juli 1812, unweit Salamanca, hat Deeken eine ganz gleiche Tat ausgeführt.

21. Husar Andreas Gotthardt, 1. H.-Regts. An demselben Tage ward auch Gotthardt gefangen, entwaffnet und zurückgeführt. Als aber seine Begleiter beschäftigt waren, die bei ihm gefundene Beute zu teilen, benutzt er deren Unachtsamkeit, wendet sein Pferd und eilt mit dem schnellen Tier auf die Plänklerlinie seiner Kameraden zu. Zwar muss er, ohne Waffe, 4 feindliche Trupps und die feindliche Plänklerlinie passieren; zwar eilen von allen Seiten viele Feinde herbei, um den Flüchtling nicht entkommen zu lassen: allein sein kühner Entschluss wird durch einen glücklichen Ausgang belohnt. Auf den Hals seines Pferdes gebeugt, entkommt er mit unbedeutenden Wunden, obwohl 34 Hiebe und Stiche ihn getroffen hatten, die aber meistens nur Pelz, Bandelier oder Patrontasche beschädigten. Dieser Mann zeigte in allen Kämpfen, wie schon bei Villa de Puerco und Gallegos und namentlich auch wieder am 10. April 1814 bei Toulouse, eine seltene Herzhaftigkeit, und da er, wie gewöhnlich die wahrhaft Tapferen, zugleich höchst rechtlich und zuverlässig war, so wollten ihn seine Obern wiederholt befördern, aber er lehnte dies ab, aus Besorgnis, dass er nicht Schreibfähigkeit genug zum Unteroffizier besitze.

22. Wachtmeister Bergmann, 1.Husaren-Regts. Am 5. Oktober ward eine Abteilung des Regiments, welche als Arriergarde vor Leiria aufgestellt war, kräftig von überlegener feindlicher Kavallerie zurückgedrängt, bis sie von der eigenen aufgenommen und verstärkt wurde. Jener Wachtmeister, der schon bei Gallegos einen französischen Offizier gefangen nahm und eben daselbst, ungeachtet einer starken Kopfwunde, 2 Husaren tapfer befreite, die von mehreren feindlichen Dragonern umzingelt waren, erhielt auch hier eine tiefe Stichwunde in die linke Seite. Allein er verließ den Kampfplatz nicht, und als der Wachtmeister Hische bei einer Charge mit dem Pferd stürzt und gefangen wird, wirft er sich auf die Feinde, um ihn zu befreien, wird in diesem Vorhaben nochmals verwundet und selbst gefangen, aber dennoch durch brave Kameraden sogleich wieder errettet.

23. Korporal Heinrich Thiele, 1. Husaren-Regts. Am 9.Oktbr. hatte die 4. Schwadron unter dem Rittmeister E. v. Linsingen einen schwierigen Kampf gegen zwei französische Kavallerie-Regimenter zu bestehen. Die Schwadron (80 Pferde) sollte den Feind so lange wie möglich aufhalten und sich von Alcoentre nach Quinta de Torre zurückziehen. Die Aufgabe ward zwar durch das Terrain, welches mehre Defileen bildete, einigermaßen ermöglicht; aber sie war dennoch sehr misslich und konnte nur durch große Umsicht und Tapferkeit so glücklich gelöst werden, wie es geschah. Die eine Hälfte der Schwadron musste oft an geeigneten Stellen den Feind chargieren, damit die andere Hälfte sicher zurückgehen und auf ähnliche Weise jene wieder aufnehmen konnte. Bei diesem ruhmwürdigen Gefecht war Thiele stets einer der Vordersten und Tapferstem bis das Pferd seines Lieutenants v. d. Wisch verwundet wurde und stürzte da eilte er im Augenblicke großer Gefahr zu seinem Lieutenant, gab ihm das eigene Pferd und rettete sich selbst mit großer Mühe zu Fuß.

24. Wachtmeister Christoph Meyer, 1. H.-Regts. Während die Franzosen von der Mitte Oktober bis zum 14. November vor den starken Linien von Torres Vedras standen, sandten sie, wegen Mangel an Lebensmitteln, oft Fouragier-Parteien aus. Um diese Unternehmungen zu stören, wurden auch von der englischen Armee Detachements ausgeschickt, wodurch manche kleinen Gefechte vorfielen. Jener Wachtmeister (damals noch Korporal und erst für die folgende Tat befördert) war unter dem Kornet von Strenutwitz mit 32 Mann abgesandt und erhielt auf seine Bitte von diesem die Erlaubnis, mit 20 Mann eine überlegene feindliche Partei einzugreifen. Meyer führte seinen Auftrag mit Mut und Geschicklichkeit aus, und machte einen Offizier, fünfzehn Kavalleristen und sechs Infanteristen gefangen. Einige Tage vorher war er unweit Leiria mit sechs Mann auf Feldwache und erblickte zwanzig Feinde, die jenseits eines kleinen Wassers fouragiren wollten, er lässt drei Mann zur Beobachtung und Reserve zurück, geht mit drei Mann durchs Wasser, wirft sich rasch auf den vereinzelten Feind, verjagt ihn und macht zwei Mann gefangen. Bei Fuentes de Onoro, Mai 1811, wurde er mit sechs Mann abgesandt, um Gefangene zu machen; er stieß auf einen Offizier und zwanzig Mann, griff an und nahm sieben Mann mit ihren Pferden.

Vorgehen aus den Linien.

25. Wachtmeister Fr. Nahnhauer, 1.H.-Regts. Als die Franzosen unter Massena am 14. November sich bis nach der starken Stellung bei Santarem zurückzogen und von den englischen Truppen verfolgt wurden, wobei die deutsche Kavallerie voran war, plänkelten am 19. November die Husaren mit dem Feind. Zwischen beiden Parteien war die Celarice, ein Fluss, der nur schmal, aber tief ist. Ein Unteroffizier und vier Mann des Feindes, die Deutsche waren, riefen dem Wachtmeister zu, dass sie desertieren wollten, wenn ihnen nur jemand einen Weg durch das Wasser zeigen könnte. —Nahnhauer meldete dies seinem Offizier und erbot sich, einen Durchgang aufzusuchen. Obgleich er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass nicht allein die Aufsuchung des Weges gefährlich sei, sondern dass auch vielleicht der Feind ihn listig verlocken könne; so führte er dennoch sein Vorhaben aus und brachte mit Mühe und Anstrengung die fünf Leute glücklich herüber.

22. Wachtmeister Bergmann, 1. H.-Regts. Am 22. November ward das 1. Husaren-Regiment durch Übermacht über die Celarice zurückgedrängt. Der Lieutenant Ernst Poten war mit vierzig Mann früh morgens auf Rekognoszierung weiter vorgesandt worden und musste sich beeilen, zurückzugehen und über die Celarice zu kommen. Der Feind drängte ihn heftig; ein Defilee musste von der Arriergarde gehalten werden, bis der Haupttrupp über das tiefe und schnellfließende Wasser war. Diese kleine Arriergarde von zehn Mann war Bergmann anvertraut. Er verteidigt mutig das Defilee gegen den ungestümen Feind; da wird ihm das Pferd unter dem Leibe getötet, seine Husaren werden, erschreckt und wollen zurück; aber er erhebt sich, und zu Fuß und mit geschwungenem Säbel bringt er seine Mannschaft wieder vorwärts, besteigt ein anderes Pferd und hält sich, bis der Fluss glücklich überschritten ist und er sich nun auch zurückziehen darf. Durch seine ausdauernde Tapferkeit rettete er viele seiner Kameraden vor Gefangenschaft.

16. Wachtmeister Aug. Fischer, 1. Hus.-Regmts. 1811. Am l9. Januar ruckte der Marschall Junot gegen den Ort Rio Major vor, vertrieb die Husaren daraus und ward bei seiner Rekognoszierung von einem Husar Dröge durch eine Karabinerkugel auf längere Zeit dienstunfähig. Nach beendigter Affaire, als man glaubte, die Franzosen hätten sich zurückgezogen, ward jener Wachtmeister nach Rio Major hingesandt um zu rekognoszieren. Er findet keine Spur des Feindes; aber mitten im Orte wird er plötzlich von feindlicher Infanterie umringt, von denen sich einige Kompagnien versteckt hatten. Er nimmt zwar im ersten Augenblicke den angebotenen Pardon an, dann aber, einen glücklichen Moment erblickend, bricht er unvermutet durch die Feinde; viele Flinten knallen nun auf ihn los, sein Pferd stürzt getroffen nieder, dennoch entkommt er glücklich zu Fuß.

26. Wachtmeister Fr. Westermann, 1. H.-Rgts. Am 23. Februar ward er mit 4 Mann auf Patrouille von Caldas gegen Alcobaca gesandt; er stößt auf eine Fouragier-Partei von 1 Offizier und 24 französischen Chasseurs, greift dieselbe überraschend an, hauet mehre nieder und nimmt 7 Mann und 8 Pferde. Derselbe rettete am 16. September 1810 seinen Lieutenant G. v. d. Decken vor Gefangenschaft. Als bei dem Rückzuge in einem Plänklergefecht unweit Celerico das Pferd des Lieutenants erschossen und derselbe vom überlegenen Feinde gefährdet wird, sprengt Westermann zu seinem Offizier, gibt ihm sein Pferd und ergreift dann ein anderes herrenloses, auf welchem er weiter mitkämpft.

Am 9. Februar 1811 ging der Kornet Strenuwitz, 1. Husaren-Regiments, mit zehn Mann heimlich in der Nacht und von Bauern geführt gegen Alcanhede vor, um ein feindliches Kavallerie-Piket von circa 25 Mann zu überfallen. Das Vorhaben gelingt, das Piket wird überrascht; die größere Hälfte entflieht, die kleinere wird niedergehauen oder gefangen. Beim Verfolgen stieß man auf ein feindliches Soutien von 16 Infanteristen, welche ein kleines Quarre bildeten. Strenuivitz will gegen dasselbe, um nicht unnötig Pferde zu verlieren, keinen Angriff unternehmen; aber auf das Bitten seiner Mannschaft gibt er nach. Diese jagt von allen Seiten auf das kleine Quarre ein und sprengt es, ungeachtet eines lebhaften aber nicht treffenden Feuers.

27. Husar Joh. Ehlers zeichnete sich bei dieser Gelegenheit besonders aus, und war der Erste, der in das Viereck drang. Am 20. desselben Monats lockte derselbe Offizier der dreißig Mann vom 1. Husaren- und 16. engl. Dragoner-Regiment unweit Ferragoas befehligte, den Feind in einen Hinterhalt, indem er dessen Vedetten beständig necken ließ und so den Feind veranlasste, unvorsichtig vorzugehen, um den Kornet, der ihm schon manchen Schaden zugefügt, zu vertreiben. Der Feind rückte mit einigen zwanzig Chasseurs zu Pferde vor, denen eine gleiche Anzahl Infanterie folgte. Im passlichen Augenblicke wirft sich Strenuwitz auf des Gegners Kavallerie, zerstreuet dieselbe, und greift nun die Infanterie an, die zwar ein Quarree gebildet hatte und feuerte, aber dennoch, von allen Seiten angefallen, gebrochen und niedergehauen oder gefangen wird.

28. Wachtmeister August Holscher war bei beiden Vorfällen sehr brav und nahm in dem letzten einen Adjutanten des französischen Generals Clausel gefangen 

Die Husaren {29. Conrad Gersterling und 30. Heinrich Cordes} taten sich auch bei jenen Gelegenheiten hervor; der letztere gleichfalls am 14. April 1814 bei Bassiège.

Pombal, 9. März.

31. Husar Heinr. Romann 1. Husaren-Regts. Am 5. März 1811 zogen sich die Franzosen von Santarem endlich zurück. Einige Tage nachher hatte die Schwadron des Rittmeisters von Müller, den Vortrab bildend, ein rühmliches Gefecht mit der französischen Kavallerie vor Pombal. Als hierbei die Plänklerlinien sich gegenüber standen, ersieht sich Romann einen Gegner, sprengt rasch auf ihn zu, und holt ihn aus der feindlichen Plänklerkette heraus. Ein ganz ähnliches Verfahren hatte er schon einmal glücklich vollführt. Derselbe Mann sah in der Schlacht von Fuentes de Onoro seinen Kameraden Evers beim Plänkeln in Gefahr, gefangen zu werden; er eilt diesem zu Hilfe, befreit ihn, wird aber auf dem Rückwege von einem französischen Offizier eingeholt, mit dem er in Kampf gerät, ihn besiegt und gefangen nimmt.

Ponte da Murcella. Am 19. März hatte auf dem weitern Rückzuge der Franzosen die Schwadron des Rittmeisters Aly die Avantgarde und nahm bei Ponte da Murcella unter Begünstigung eines Nebels und mit fast gar keinem Verluste 4 Offiziere und 520 Mann gefangen und erbeutete 1200 Schafe, 12 Ochsen und 10 Pferde. Am 3. April wurden die Franzosen durch einen heftigen Infanterie-Angriff Von Sabugal vertrieben, worauf jene Schwadron wiederum dem Feinde nachsetzte und viele Gefangene einbrachte.

32. Wachtmeister Friedr. Hische, 1. Hus-Rgts. Am 19. März bei der Verfolgung war er mit vier Husaren seitwärts gesandt. Er entdeckte in einem Gehölze eine starke Abteilung Infanterie griff dieselbe entschlossen an und nahm nach einem heftigen Kampfe 30 Gefangene. Am 3. April zeichnete er sich gleichfalls aus. Während der Schlacht von Viktoria wurde Hische nebst acht Mann dem Feinde in den Rücken gesandt; er brachte eine Kanone und mehre Gefangene zurück.

33. Husar Ernst Weber, 1. Hnsaren-Regmts., war am 19. März unter Wachtmeister Hische und auch bei späteren Gelegenheiten ausgezeichnet brav.

34. Wachtmeister Fr. Hunte, 1. Husaren-Regts., hatte am 3. April von der Schwadron des Rittmeisters v. Müller, welcher seitwärts detachirt war, die Avantgarde mit 6 Mann. Er erblickt feindliche Infanterie im Rückzuge, setzt darauf ein und nimmt 18 Mann gefangen. Einige Feinde hatten sich über eine vier Fuß hohe Mauer geflüchtet, er aber setzt mit seinem tüchtigen Pferde über dieselbe und nimmt auch da noch vier Mann allein gefangen. Dieser Wachtmeister litt heftig am kalten Fieber, als die Schlacht von Busaco bevorstand und Offiziere mangelten; da meldete er sich dennoch zum Dienste und kommandierte eine Kompagnie. In der Schlacht von Salamanca ward sein Pferd erschossen, er bemächtigt sich des Pferdes eines französischen Offiziers und verrichtet damit seinen Dienst. Hunte hatte schon vorher zehn Jahre im 10. leichten Dragoner-Regimente gedient und sich 1793, 1794 und 1795 brav bewiesen.

35. Husar Lücke zeigte sich bei Sabugal unter dem Wachtmeister Hunte, sowie bei den Überfällen des Kornet von Strenuwitz und bei der Brücke von Toulouse als ein tüchtiger Soldat.

Am 13. März ward der Lieutenant v. Wisch, 1.Husaren-Regiments, mit elf Mann nach Coimbra, welches die Portugiesen besetzt hatten, abgesandt, um wo möglich mit dem Orte eine Verbindung, die von französischer Kavallerie unterbrochen war, wieder herzustellen und Depeschen dorthin zu besorgen.

36. Husar Friedr. Lange hatte die Spitze. Nach langem Marsche kam das Kommando bei Anbruch der Dunkelheit in der Nähe der Franzosen an; einige Wachtfeuer sind sichtbar, es wird vorsichtig hinangerückt, und das Lager leer gefunden. Bald darauf hört Lange Truppen vor sich marschieren und bemerkt lauschend, dass es abziehende französische Kavalleristen sind; er benachrichtigt sofort den Wachtmeister Karl Heinr. Rabbe, welcher ihm zunächst war. Nun gehts rasch, auf dem Steinpflaster donnernd, gegen die Franzosen. Die Husaren sind plötzlich zwischen ihnen, teilen rechts und links Hiebe aus; der

37. Korporal Georg Oehlmann entwaffnet den feindlichen Offizier und das ganze Detachement von einigen zwanzig Dragonern ergibt sich, und wird nach Coimbra hinein geführt.

Am 5. April waren die Franzosen über die portugiesische Grenze zurück gegangen; die Husaren verrichteten nun wieder den Vorpostendienst.

Fuentes de Onoro. Als Massena Verstärkungen erhalten hatte, rückte er von Salamanca wieder vor, und es kam bei Fuentes de Onoro am 3. Mai zu einem Gefecht und am 5. zu einer Schlacht, in welcher die Franzosen zurückgewiesen wurden.

*38. Schütz Friedr. Helmholz, 1. Lin.-Bataills. Um das Dorf Fuentes de Onoro auf dein engl. linken Flügel ward hartnäckig gekämpft, die Scharfschützen der Legion und auch ein Detachement derselben von 200 Mann unter dem Oberstlieutenant L. v. d. Bussche nahmen an diesem Kampfe rühmlichen Antheil. Jenes Detachement machte gegen Ende der Schlacht einen Angriff auf Feinde, die auf einer kleinen Anhöhe hinter einer Mauer standen. Helmholtz ging freiwillig mit einem engl. Korporal, der aber gleich erschossen wurde, voran, schlich sich bis fünfzig Schritt an die Mauer, und da er brav und ein guter Schütze war, so tötete und verwundete mehrere Feinde. Seine Tat wurde dem Bataillon auf Befehl des Oberstlieutenants bekannt gemacht.

{39. Husar Friedr. Müller und

*40. Husar Friedr. Meyer},  1 H.-Regmts.

In der genannten Schlacht bestrebten sich die Franzosen, den engl. rechten Flügel zu umgehen, und dieser musste zurück genommen werden, welche Positionsveränderung von einer zahlreichen franz. Kavallerie erschwert und durch die weit geringere alliierte gedeckt wurde. Die Umgehungsbewegung der franz. Kavallerie wurde durch einen Hügel verdeckt. Der Rittmeister von Gruben war an der Tete der alliierten Kavallerie und sprengte mit einer Kompagnie auf jenen Hügel, um die Bewegungen des Feindes zu erkunden. So wie er auf dem Hügel anlangte, treffen daselbst auch mehre feindliche Schwadronen ein; die Kompagnie gerät in demselben Augenblick unerwartet mit dem Feinde zusammen, wird zersprengt und von einer Masse Plänkler verfolgt. Es entsteht ein heftiger Einzelkampf der Rittmeister wird von mehreren Feinden umzingelt und verwundet. Meyer haut ihn mitten aus dem Feinde heraus und tötet den franz. Offizier von welchem Gruben verwundet war, und als er in dem Gewühle des Gefechts sein Pferd verliert, bemächtigt er sich desjenigen seines Gegners und setzt den Kampf auf demselben fort. Müller machte sich von seinen eignen Verfolgern frei, sprengte seinem Rittmeister zu Hülfe, hieb dessen einen Gegner vom Pferde und machte freie Bahn. Während er sich mit den feindlichen Plänklern herumschlug, kamen auch die feindlichen Kavallerie-Kolonnen herbei und er wird in dieselben hineingedrängt kommt jedoch auf seinem guten raschen Pferde, indem er einen günstigen Augenblick benutzt, mit einigen Wunden davon. Meyer riss in der Schlacht von Salamanca einen franz. Infanterie-Offizier aus dem Gliede und half eine Kanone erobern, indem er die Stränge der Zugpferde abhieb und dadurch das Entkommen des Geschützes hinderte.

*41. Husar Ludolph Krauel zeichnete sich auch daselbst durch feine Tapferkeit und durch die Ermunterung feiner Kameraden aus. Als der Rittmeister verwundet und die Kompagnie in Verwirrung war, übernahm der Lieutenant von Ilten deren Kommando und suchte die notwendige Ordnung wiederherzustellen. Krauel war der erste, der sich seinem Offizier anschloss und durch fein Bespiel das Sammeln befördern. Er war ein alter Soldat, diente seit 1792, und wusste, wie wichtig Ordnung ist. Auch bei Bassiège focht er, wie bei manchen Gelegenheiten, mit Löwen-Muth.

Barossa 1811. Während jener Vorgänge ward unweit Cádiz bei Barossa am 5. März eine blutige Schlacht geschlagen, in welcher zwei Schwadronen des 2. Husaren-Regiments die einzige engl. Kavallerie waren, und sich so großen Ruhm erwarben, dass sie „Barossa“ in ihren Feldzeichen hinfort tragen müssten. Sie griffen in dem wichtigen Augenblicke, als die engl. Infanterie in einem zwar siegreichem aber ungeordneten Zustande war, die französ. überlegene Kavallerie, welche jene Infanterie angreifen wollte, selber an, durchbrachen dieselbe, nahmen deren Anführer gefangen, erbeuteten zwei Kanonen, und überfielen sogar die dahinter befindlichen Infanterie-Kolonnen.

42. Korporal Hennig Otto, 2. Husaren-Regmts., zeichnete sich in diesem Kampfe als Husar dermaßen aus, dass er sofort zum Korporal befördert wurde.

43. Sergeant-Major Edler, 2. Husaren-Regmts., welcher schon vor 1803 zehn Jahre im 9. Dragoner-Regimente gedient hatte, verdient gleichfalls wegen seiner dort und überall bewiesenen Bravour angeführt zu werden. Als bei Barossa das Pferd des Lieutenants von Düring verwundet ward, gab er ihm das seinige, ergriff sofort ein lose herumlaufendes Kesselpferd, bestieg dasselbe und stürzte sich wieder in den Kampf.

Albuera. In der Schlacht von Albuera am 16. Mai 1811 ward während eines starken Nebels und Regens der engl. rechte Flügel von feindlicher Kavallerie plötzlich angefallen und in Verwirrung gebracht. Dadurch gelangte auch die franz. Kavallerie zwischen die 2. Batterie der Legion. Obgleich die Offiziere derselben gleich anfangs verwundet oder gefangen wurden, so gelang es dennoch einigen mutigen Unteroffizieren drei Geschütze zu retten.

44. Feuerwerker Friedrich Bußmann brachte aus dem Tumulte mit seinen Kanonieren sein Geschütz schnell von der besetzten Höhe hinab zur Protze, ließ rasch aufprotzen und befahl nun den Fuhrleuten, durch die feindliche Kavallerie zu jagen. Indem dies geschieht, wird der Vorderreuter — Trainkiiecht Kirchner — vom Pferde geschossen. Da hat der Trainkorporal Finke die Geistesgegenwart, augenblicklich von seinem Pferde ab- und auf jenes zu springen; die Kanone kommt glücklich durch die Feinde. Die feindlichen Kavalleristen suchten an den Finke zu kommen, aber ihn schützte sein eigenes Pferd, das lose neben dem von ihm bestiegenen herlief. Finke erhielt vom Herzog Wellington 100 spanische Thaler zur Belohnung.

Bußmann und die Kanoniere beeilen sich, dem Geschütze zu folgen; er und mehre stolperten aber in der Verwirrung über fliehende englische Musici — und wurden gefangen. Bei dem Rückzuge der Franzosen am folgenden Tage benutzte Bußmann eine günstige Gelegenheit, entschlüpfte seiner Bedeckung und verbarg sich in einem Busch. Als er nach einiger Zeit sich erhob und um sich schaute, erblickte er in der Nähe die Feinde im Rückmarsche. Er ward indes auch bemerkt und zwei Schüsse hatten ihn zum Ziele, trafen jedoch nicht. Er versteckte sich wieder, fiel aus Erschöpfung in einen tiefen Schlaf und als er erwachte, waren ihm die Freunde nah. In den Schlachten von Quatrebras und Waterloo stand Bußmann als Oberfeuerwerker bei der neu errichteten 2. hannoverschen Fußbatterie. Dieser tüchtige alte Soldat wirkte in jenen heißen Kämpfen durch Wort und Tat höchst vorteilhaft auf die junge Mannschaft.

Schön ist’s, wenn der alte Streiter

Festen Fußes, hell und heiter,

Junge Brust mit Mut erfüllt,

Wo aus krachendem Geschütze,

Furchtbar wie des Himmels Blitze,

Tot dem Feind entgegenbrüllt.

45. Kanonier Friedrich Graß half seinem Feuerwerker Bußmann das Geschütz retten, indem er mit dem Handbaume den feindlichen Kavalleristen, die sich heranwagten, kräftige Hiebe austeilte.

46. Feuerwerker Wilhelm Hebecker befand sich bei zwei Geschützen, die von den übrigen vier der 2. Batterie entfernt standen. Schon war fein Offizier gefangen und schon waren einzelne franz. Kavalleristen zwischen den Geschützen, dennoch gelingt es diesem verdienstvollen Unteroffizier, aus eigenem Antrieb und mit vieler Mühe und Umsicht, jene beiden Geschütze zu retten, die sofort wieder in wirksame Tätigkeit gegen eine feindliche Kolonne gebracht wurden.

El Bodon. Als die Franzosen im Sept. 1811 wieder mit überlegenen Kräften verrückten, um die von Wellington eingeschlossene Festung Ciudad Rodrigo zu befreien, griffen am 25. September 12 bis 14 Bataillone, 30 bis 40 Schwadronen und 12 Geschütze die Position von El Bodon an, die von nur 5 Schwadronen (drei des 1. Husaren-Regiments), 3 Bataillone und 2 Batterien drei Stunden verteidigt ward, bis Wellington den Rückzug befahl. Die Husaren mussten auf Wellingtons Befehl die feindliche Kavallerie nur in der Nähe chargieren und nicht weit verfolgen, sondern sich gleich wieder sammeln. Sehr viele Chargen wurden von den einzelnen Schwadronen unternommen.

Das 1. Husaren-Regiment verdiente sich daselbst den namen „El Bodon“ für seine Feldzeichen. Wellington sagte: es ist unmöglich, dass Truppen sich braver gegen eine so große Übermacht halten können und er empfiehlt ihr Betragen als ein nachahmungswürdiges Beispiel. Hier, wo jeder sich aus-zeichnete, ist’s schwierig, Einzelne hervorzuheben.

47. Wachtmeister Ludwig Meyer, 1.Hus.-Regts. Der Rittmeister Bergmann forderte, als seine Schwadron einer feindlichen gegenüberstand, deren Kommandeur zum Zweikampf auf. Dieser begann zwischen den beiden Linien. Da ward aus der feindlichen auf den Rittmeister hinterlistig geschossen und derselbe tödlich verwundet; die Feinde wollten ihn gefangen nehmen; Meyer aber war schnell seinem Rittmeister zur Seite und schützte ihn. Meyer war einst 1810 mit sechs Husaren und einigen portugiesischen Infanteristen unweit Caldas auf Patrouille entsandt. Er trifft überlegene feindliche Kavallerie an. Seine junge Infanterie ist nicht sehr mutig, er indes sichert ihren Rückzug durch Tapferkeit und Umsicht.

48. Husar Joh. Brandt, 1. Husaren-Regmts. In einer Charge fielen den Lieutenant von Ilten zwei feindliche Dragoner an. Der Lieutenant hatte seine Last mit dem einen, der ein gewandter Fechter war, und der andere hätte ihn unfehlbar mit dem Schwerte durchrannt, wenn nicht Brandt, die Gefahr gewahrend, rasch hinzusprengte und mit einem tüchtigen Schwadronshiebe diesem Feinde das Garaus gemacht hätte. In dem Gefecht von Gallegos hat Brandt, ungeachtet eines Hiebes im linken Arm, mehre Franzosen herunter gehauen.

Ciudad Rodrigo. Im Januar 1812 bemächtigte sich Wellington durch eine unerwartete und rasche Belagerung der Festung Ciudad Rodrigo. Ein vorgelegenes und befestigtes Kloster St. Cruz wurde am 13. Januar durch die Scharfschützen und Detachements der Linien-Bataillone und durch eine Kompagnie vom 60. engl. Regimente — alle unter Kommando des Kapits. La Roche — erstürmt.

*49. Sergeant Heinrich Damke, 1. Linien-Btls., erbot sich freiwillig, bei diesem Sturme die Zimmerleute anzuführen, welche die Palisaden und andere Hindernisse wegräumen mussten, um den Stürmern den Weg zu bahnen. Er vollführte fein Geschäft mit Muth und Geschick.

Derselbe Sergeant erhielt bei Anführung der Scharfschützen in der Schlacht von Salamanca einen Schuss in den Unterleib, so dass er niederstürzte aber er raffte sich wieder auf und blieb im Gefecht bis zum Ende. Auch bei Waterloo blieb er im Gefecht, obwohl er früh verwundet wurde.

50. Korporal Hnr. Lehmkuhl, 1. Linien-Batls., war freiwillig bei dem Sturme jenes Klosters und an der Spitze der Kolonne. Der Zimmermann welcher im Begriff war, das Tor des Klosters aufzuhauen, wurde erschossen; rasch sprang Lehmkuhl hinzu, ergriff die Axt und vollendete in einem starken Feuer die angefangene Arbeit des Zimmermanns. Dieser mutige Unteroffizier war auch brav bei der Belagerung des Kastels von Burgos, wo er eine schwere Kopfwunde erhielt; ferner war er einer der Freiwilligen beim Sturm von St. Sebastian, und am 27. Februar 1814 rettete er durch seine Entschlossenheit und mit augenscheinlicher Gefahr seinen schwer verwundeten Kapit. v. Borstel vor Gefangenschaft.

Hills Korps. Die beiden Schwadronen des 2. Husaren-Regiments, welche im Juni 1811 zu dem Korps des Lord Hill stießen, kamen sofort in Tätigkeit, mussten den Vorposten- und Sicherheitsdienst vorzugsweise übernehmen und hatten manche rühmlichen Gefechte zu bestehen.

* 51. Husar Heinr. Dettmer, 2. Hus.-Regts., war am 13. Juni unweit Badajoz mit dem Lieutenant Meister auf Patrouille. Dieser griff ein zweimal stärkeres Dragoner-Detachement an, schlug es in die Flucht und erbeutete sechs Mann und zehn Pferde. Hierbei tat sich besonders Dettmer hervor; er allein nahm zwei Feinde gefangen.

52. Wachtmeister Christian Rümpel, 2. H.-Rgts. Am 22. Juni 1811 wurden die Vorposten des 2. Husaren-Regiments unweit Elvas früh morgens überraschend angegriffen, und es entspann sich ein heftiger Kampf gegen überlegene französische Kavallerie. Rümpel ward von drei franz. Husaren umringt und erhielt eine leichte Wunde, aber er verwundet dennoch zwei feiner Gegner und nimmt sie gefangen. Im Januar 1814 stieß er mit fünf Husaren bei Antwerpen auf sieben Feinde, die er teils niederhieb, teils gefangen nahm. Im Februar 1814 verfolgte und erwischte er nahe den feindlichen Vorposten einen Spion mit wichtigen Papieren. Er zeigte dabei viel Klugheit und Entschlossenheit.

 53. Wachtmeister Diedr. Grodewald, 2. H.-Rgts., war mit dem Lieutenant Schulz in jenem Verwirrten Gefecht bei Elvas von mehreren franz. Husaren umgeben; doch schlugen sich beide durch, und Grodewald, obgleich selbst blessiert, brachte einen Offizier und zwei Mann, die er verwundet, gefangen ein. Grodewald hatte schon 1793 bei Courtray in einem Angriff auf feindliche Artillerie sich sehr brav gezeigt; er war einer der ersten zwischen den Geschützen und hieb dem feindlichen Kanonier, der gerade abfeuern wollte, die Hand ab. Am 28. Oktober 1811 überfiel der General Hill nach einigen raschen und heimlichen Märschen eine Abteilung der Franzosen unter Genera! Girard in Aroya Molinos. Ein franz. General, drei Obersten, unter denen der Prinz von Ahremberg, und viele Soldaten wurden gefangen. Die zweiten Husaren hatten einen rühmlichen Anteil an diesem Gefechte und nahmen allein 10 Offiziere und 200 Mann gefangen. Grodewald zeigte sich auch hier umsichtig und tapfer; er war mit vier Mann in die linke feindliche Flanke gesandt. Als des Feindes Kavallerie sich wieder sammeln wollte, half er dieselbe werfen, nahm 1 Offizier und 5 Dragoner, und half mit zur Gefangennehmung des Prinzen von Ahremberg

54. Husar Hein. Desenitz, 2. Husaren-Regmts. Lord Hill wollte einen ähnlichen Überfall, wie den vorhin angedeuteten, gegen den sorglosen Feind versuchen, und rückte am 27. Dezember über Albuquerque gegen Merida. Unweit dieses Ortes stieß bei La Nava die Vorhut des 2. Husaren-Regiments unter Lieutenant v. Stolzenberg am 29. auf die franz. Vedetten. Desenitz hatte die äußerste Spitze und stürzte sich sogleich auf zwei Vedetten des 2. franz. Husaren-Regiments; die eine verwundet er schwer, die andere nimmt er gefangen, und bewirkt dadurch, dass der Feind nicht so schnell von dem Vorrücken des Hill‘schen Korps benachrichtigt wurde. Dennoch gelang es einem feindlichen Bataillon in Nava, zeitig auszurücken, ein Quarree zu bilden und sieh in einem Korkeichenwalde aufzustellen. Zwei englische und eine deutsche Schwadron mussten das Quarree in dem ungünstigen Terrain, wo auch die herabhängenden Äste der Bäume hinderlich waren, angreifen; sie verloren unnütz viele Menschen und Pferde. Von der deutschen Schwadron waren 3 Mann getötet, 1 Offizier, 17 Mann und 28 Pferde verwundet, meistens schwer. Auch bei diesem Angriff, so wie in späteren Gefechten zeigte sich Desenitz gewandt und tapfer.

55. Trompeter Christoph Wissel, 2. Hus.-Regts. Nach dem Gefechte von La Nava wurden die Franzosen verfolgt, und die zweiten Husaren hatten täglich Kämpfe. Am 4. Januar 1812 stieß die Avantgarde der Husaren bei Fuente del Maestre auf eine sehr starke Eliten-Schwadron des 27. Franz. Dragoner-Regiments, welche noch eine Reserve hatte und sich in einer vorteilhaften Stellung befand. Der schon früher wie auch später brave Trompeter hatte den Dienst des Stabstrompeters bei dem Major v. d. Busche, welcher die zweiten Husaren kommandierte. Dieser sendet durch den Trompeter an die Schwadron des Rittmeisters Cleve den Befehl, einzugreifen. Der Trompeter überbringt den Befehl, und während er die Signale zur Attacke bläst, wird die Schwadron vom Feinde überflügelt; die andere kommt zwar zu Hilfe, jedoch erst nach einem äußerst hartnäckigen Kampfe und nachdem noch portugiesische Kavallerie in der Nähe sich zeigte, räumt der tapfere Feind den Kampfplatz mit einem Verluste von 2 Offizieren, 35 Mann und 18 Pferden als Gefangene, ohne die Getöteten. Der Trompeter nahm mutig an dem Kampfe Teil, bewies sich äußerst tapfer und hieb einen feindlichen Wachtmeister nieder.

* 56. Husar Georg Olvermann, 2. H.-Regts., kam seinem Rittmeister Cleve, welcher in dem Gemenge vom Feinde umringt und in großer Gefahr war, kräftig zu Hilfe, indem er sich bis zu ihm Bahn machte und zwei feindliche Dragoner, die dein Rittmeister zunächst waren, vom Pferde hieb. Er ward Korporal dafür.

Wellington‘s Vorrücken nach Salamanca 1812.

57. Husar Christian Hartje, 1. Husar.-Regmts. Als Wellington im Juni 1812 nach Salamanca vorrückte, hatte das 1. Husaren-Regiment in der Nähe dieses Orts einen Kampf mit der franz. Kavallerie am 16. Juni. In diesem Gefechte war Hartje von mehreren Feinden eingeschlossen und in großer Gefahr, gefangen zu werden; allein er befreite sich mit außerordentlicher Bravour, wobei er 5 Wunden erhielt. Zur Belohnung ward er Korporal. In dem Gefecht bei Pombal, 9. März 1811, ward ein Husar erschossen, dessen Pferd nun gegen die feindliche Linie lief. Hartje wollte das gute Roß dem Feinde nicht gönnen, eilte nach und holte es dicht vor demselben wieder weg, wobei er auch eine Wunde bekam. In einem Gefechte unweit Gallegos am 7. April 1811 verlor er sein Pferd; da schlich er Nachts ins Lager der Feinde und holte sich verwegen ein feindliches. Bei Fuentes de Onoro nahm er dicht vor einer feindlichen Kolonne einen Offizier gefangen, wobei er auch eine Wunde erhielt.

58. Husar Friedr. Dettmer, 1. Husaren-Regmts. Während der Belagerung der Forts von Salamanca, wobei die leichten Bataillone durch gutes Schießen von sehr großem Nutzen waren, bestrebte sich Marmont, den Forts zu Hilfe zu kommen, wodurch mehre Gefechte veranlasst wurden. Am 22. Juni war ein Gefecht bei Morisco, unweit Salamanca. Wellington hielt auf einem Hügel, um den Feind zu beobachten. Er hatte zu seiner Deckung eine halbe Schwadron der Husaren unter dem Lieutenant Teuto. Indem die Husaren in Front gegen eine überlegen Zahl plänkelten, wollten feindliche Kavalleristen von einer andern Seite den Hügel hinan. Teuto konnte diesem Feinde nur einige Husaren entgegensetzen; er verlangte daher laut vier tüchtige Leute, die sich dem Flanken=Angriff entgegen werfen sollten. Dettmer meldete sich und sprengte mit drei andern gegen den Feind. Er bekam aber sehr bald einen Schrammschuss am Kopf und fiel betäubt auf den Hals des Pferdes. Ein Kamerad nahm sogleich das Pferd am Zügel und führte ihn zurück. Nun wurden die beiden andern Husaren vom Feinde umzingelt und hielten sich nur durch außerordentliche Tapferkeit die Gegner vom Leibe. Dettmer erholte sich jetzt von seiner Betäubung und flog mit dem andern Husaren seinen bedrängten Kameraden zu Hilfe; er säbelte einen Feind vom Pferde, der andere erschoss einen, die Feinde müssen weichen und drei Mann und drei Pferde gefangen zurücklassen. Selbst Wellington hat sich rühmend über die seltene und ausgezeichnete Bravour des Mannes geäußert.

59. Schütz Heinrich Elvers, 1. leicht. Bataillons. Eine Kompagnie des 1. und eine des 2. leicht. Bataillons waren beordert, eine Anhöhe bei Morisco zu nehmen. Die Feinde standen hinter einem Aufwurfe und machten ein heftiges Feuer, der Angriff geschah en debandade — Animierung war nötig. Elvers sprang gleich acht bis zehn Schritt vor und blieb voran; nun gings rascher vorwärts; sein Beispiel wirkte.

60. Dragoner Heinrich Rickemeyer, 2. Regmts. Am 24. Juni früh morgens ging der Feind mit einer starken Macht vom rechts auf das linke Ufer der Tormes. Hier verzögerten die beiden Dragoner=Regimenter das Vordringen des überlegenen Feindes auf eine Weise, die von Wellington selbst sehr gerühmt ward. Bei dieser Gelegenheit wurde das Pferd des Wachtmeisters Kuhlmann erschossen und dieser kam unter dasselbe zu liegen. Obgleich die beiden Regimenter im Rückzuge begriffen waren, so scheute der brave Rickemeyer keine Gefahr, sondern eilte zurück, und zog im heftigen Kanonenfeuer seinen Wachtmeister unter dem Pferd hervor und rettete ihn.

61. Korporal Heinr. Ahrens, 1. Dragon.-Regts. An jenem Tage musste einmal die Plänklerlinie verlängert werden. Hierzu wurde eine Abteilung unter Wachtmeister Meine bestimmt, welcher aber lange zauderte (wofür er degradiert ward), weil er fürchtete, dass hinter einem Kornfelde feindliche Jäger lägen. Sobald Ahrens den Grund des Zauderns erfuhr, sprengte er allein vor, rekognoszierte und fand keine Jäger. Bei Las Rosas hat Ahrens eine Feldschmiede, welche der Feind schon genommen hatte, tapfer zurückerobert. Er trat an diesem Tage zur Bagage kommandiert; auf sein Bitten ward er indes davon befreiet und ein leicht verwundeter Unteroffizier dazu genommen. Nun eilte Ahrens zu seinem Regimente. Hier, wie überall, und auch bei Waterloo war Ahrens, der seit 1792 diente, ein Muster der Tapferkeit.

Canizal. Als am 27. Juni die Forts bei Salamanca gefallen waren, zogen sich die Franzosen über den Douro zurück, drangen aber, nachdem sie verstärkt worden, Mitte Juli wieder über den Douro vor.

62. Korporal Wilh. Mühlenfeld, 1.H.-Regts. Am 18. Juli hatte die Brigade des Generals v. Alten, aus dem 1. Husaren- und dem 14. englischen Dragoner-Regiment bestehend, einen heftigen und glorreichen Kampf gegen drei französische Kavallerie-Regimenter bei Canizal. Bei einer Charge wollte keine Partei weichen; man hielt einander gegenüber und begnügte sich, gegenseitig nach den Köpfen der Pferde zu hauen, bis endlich mehre Husaren und auch Mühlenfeld die am Riemen hängende Pistole ergriffen und in das erste feindliche Glied schossen. Mühlenfeld schoss ein französisches Pferd tot, es stürzte, er drang in die Lücke hinein, mehre folgten, und nun machte der Feind kehrt und ward kräftig verfolgt. Dieser Korporal bewies sich gleichfalls mutig bei El Bodon und Quinta de Tone, wo er mehre Wunden empfing. In der Schlacht von Salamanca schützte er seinen Rittmeister v. Müller welcher mit einem feindlichen Offizier und mehren Husaren kämpfte, indem er den Offizier vom Pferd hieb.

63. Husar Heinr. Becker, 1. Husaren-Regmts. In diesem Gefecht kam Becker mit dem französischen General Carrier ins Handgemenge, versetzte dem General einen tüchtigen Hieb über das Gesicht, worauf derselbe sich dem Husaren ergab. Bei der Brücke von Toulouse und beim Überfall auf die Gendarmen, 11. April 1814, war Becker einer der Bravsten und Aufgezeichnetsten.

*64. Husar Fried. Koch, 1. Husaren-Regmts., nahm einen französischen Obersten, der heftigen Widerstand leistete, endlich gefangen, ward aber so dabei verwundet, dass sein Arm amputiert werden musste.

65. Korporal Karsten Wacker, 1. Hus.-Regmts. Seine Schwadron war bei der zweiten Attacke von feindlicher Übermacht ganz umzingelt, er hieb indes einen französischen Stabsoffizier vom Pferde und brach sich Bahn, obwohl mit Wunden bedeckt. Bei Gallegos und Toulouse war er gleichfalls äußerst tapfer.

66. Husar Peter Subtut, 1. Husaren-Regiment, war in jenem Gefecht durch 10 französische Dragoner abgeschnitten, schlug sich aber zum Regimente durch, indem er 2 Franzosen vom Pferd säbelte; er hatte jedoch 2 schwere Wunden und sein Pferd 3 bekommen.

Salamanca.

67. Korporal Friedr. Beckmann, 1. H.-Regmts. Wellington ging bis Salamanca zurück, und am 21. Juli durchfurteten die Franzosen die Tormes. Der Korporal stand mit einigen Leuten nahe an dieser Furt zur Beobachtung. Unter Benutzung des Terrains blieb Beckmann obgleich in der größten Gefahr abgeschnitten oder aufgehoben zu werden, auf seinem Posten, bis die franz. Armee ganz hinüber war; er hatte die feindlichen Schwadronen und Bataillone genau gezählt und gab feinem Rittmeister v. Gruben einen so bestimmten Bericht, dass darüber der kommandierende General der Kavallerie sehr erfreut war. Derselbe Korporal hatte kurz vorher am 2. Juli in einer Affäre bei Rueda am Douro mit 5 Mann 12 Feinde angegriffen, den Anführer verwundet und 5 Mann gefangen.

68. Sattler Friedrich Rose, 4. Fuß-Batterie. Diese Batterie war stets bei der 4. englischen Division, welche in der Schlacht von Salamanca in der Mitte der Linie einen heftigen Kampf bestand. Während die Batterie durch ihr Feuer den Angriff ihrer Division vorbereiten, wurden einem Kanonier, der den Wischer führte, beide Beine abgeschossen. Rose war schon freiwillig zu der Batterie gekommen, da er gehört, dass es an Leuten fehlte; er übernahm sofort die Geschäfte des Verwundeten. Rose war als Handwerker eigentlich nicht zur Bedienung des Geschützes verpflichtet; dennoch war er dazu freiwillig stets bereit, falls seine Dienste durch Verlust an Mannschaft nötig wurden, wie z. B. auch bei Orthes und Toulouse.

69. Korporal Konrad Brunotte, 2. Linien-Batls., wurde spät abends am 22. Juli, als der Feind in vollem Rückzug war, mit drei Mann zur Untersuchung eines Holzes ausgesandt. Er trifft darin einen Unteroffizier und 12 Mann bewaffneter Feinde, die sich an einem Feuer gelagert haben. Entschlossen und geschwind stürzt er auf sie los und nimmt sie sämtlich gefangen, wofür er zum Sergeanten avancierte. Vor Bayonne erhielt er durch eine Kartätschenkugel eine Wunde am Halse; verließ aber nicht den Kampfplatz.

70. Husar Friedrich Fahle, 1. Husaren-Regmts. Am Morgen des 22. Juli, vor dem Beginn der Schlacht war eine Schwadron des Regiments zur Deckung Wellingtons aufgestellt und geriet in einen heftigen Kampf mit überlegenen Feinden. Ein Husar, der einen Schuss durch den Hals bekam, ward von den Feinden umzingelt. Der Lieutenant v. Bobers machte auf die Gefahr des Husaren aufmerksam. Schnell sprengten Korporal Heuer und Husar Fahle in den Feind, jenem zu Hilfe. Heuer hieb einen Offizier, Fahle einen Wachtmeister vom Pferd, aber in demselben Augenblick ward dem Heuer das linke Auge ausgeschossen und er fiel zurück auf fein Pferd. Nun machte Fahle die größte Anstrengung, beide Verwunderte zu schützen, bis der Husar Blanke mit einigen Kameraden zur Unterstützung herbeieilte und rettete. Fahle war bei El Boden als Ordonanz beim Kavallerie-General Sommersett, welcher ihn absandte, um die alliierte Kavallerie vor einer drohenden feindlichen Umgehung zu warnen. Fahle wurde unterwegs von vier feindlichen Husaren angegriffen, schlug sich durch dieselben, säbelte einen herunter und richtete seinen Auftrag aus. In dem Angriff auf Gendarmen, 11. April 1814, hat er zwei derselben verwundet und gefangen. In der Schlacht selbst war das 1. Husaren-Regiment mit dem 14. englischen Dragoner-Regiment am äußersten rechten Flügel und trug kräftig dazu bei, dass der französische linke Flügel, welcher den englischen rechten umgehen sollte, selbst in die Flanke genommen und mit großem Verlust zurückgeworfen wurde. Die Husaren nahmen vier Geschütze und viele Gefangene.

71. Husar Heinrich Seelhorst, 1.Hus.-Regmts., war in den heutigen Gefechten stets einer der vordersten, und auch einer der ersten bei den feindlichen Kanonen. Er jagte mit vier Kameraden auf einen Berg, wo sie eine feindliche Kanone nahmen; drei Mann saßen von ihren Pferden ab und zogen sie den Berg hinunter. Auch bei der Brücke von Toulouse war er einer der Bravsten.

72. Husar Friedrich Bollmann, war in jener Schlacht sehr tapfer und eroberte mit dem Wachtmeister Reuter ebenfalls eine Kanone, die nur von wenigen Artilleristen verteidigt wurde. Bollmann hatte kurz vorher, als er die Spitze einer Patrouille bildete, zwei französische Kavalleristen von einer feindlichen Patrouille alleine gefangen genommen. Es war im Holze, er schlich sich hinter dieselben, schnitt ihnen den Rückweg ab und nahm sie nach kurzer Gegenwehr.  

Garzia Hernandes. Die beiden Dragoner-Regimenter ereilten die französische Nachhut bei Garzia Hernandez am 23. Juli — ein ruhmreicher Tag.

Flammende Schwerter gezogen,

Kommen wie Sturmwind geflogen

Deutsche Dragoner heran,

Hauen sich blutige Bahn.

Drei franz. Bataillone wurden vernichtet; 1400 Mann gefangen. Groß war indes auch der eigene Verlust 6 Offiziere, 130 Mann an Toten und Verwundeten. Zur Belohnung bekamen die Dragoner am Abend die Ehrenwache beim Herzog Wellington, und »Garzia Hernandes« tragen sie in ihren Feldzeichen.

73. Wachtmeister Andr. Schwägermann, 1. D.-R. Im Tumult jenes Gefechtes griff ein Teil derjenigen Feinde, die schon ihre Gewehre niedergelegt und sich ergeben hatten, plötzlich wieder zu den Waffen. Aber jener Wachtmeister warf sich rasch mit ein paar Kanteraden auf diese Feinde und verhinderte deren Formierung, die gefährlich werden konnte.

74. Wachtmeister Heinr. Schambach, 1. D.-R., war vor der Schlacht bei Salamanca vom kalten Fieber krank und schwach, wollte indes feine Schwadron nicht verlassen allein er musste, da Ermahnungen nichts halfen, auf Befehl zurück. Am Tage der Schlacht stellte er sich aber trotz des Fiebers ein und focht bei Garzia mit großer Bravour; so auch bei Waterloo, wo er zwei Wunden erhielt und dennoch das Schlachtfeld nicht verließ.

75. Trompeter Hnr. Haarstrick, 1. Drag.-Rgts., bewies sich bei Garzia so tapfer, dass ihm der General v. Bock ein Bravo zurief. Einen daselbst verwundeten Aide de camp Wellingtons verteidigte er gegen mehre franz. Kavalleristen, von denen er einen vom Pferd hieb. Bei. Waterloo ward seinem Offizier die Klinge im Gefecht abgehauen; da gibt er demselben rasch seinen Säbel und nimmt die Pistole zur Hand.

76. Korporal Ludw. Schmahlfeld, 2. Drag-R., war einer der bravsten und wurde deshalb am Abend zum Wachtmeister befördert. Ein viertes franz. Quarre, zu welchen sich Artillerie und Kavallerie gesellt harte, widerstand zuletzt den Anstrengungen der Dragoner. Beim letzten abgeschlagenen Angriff ward das Pferd des Lieutenants Fümetti verwundet, welcher nun der Mannschaft nicht folgen konnte, von einigen feindlichen Kavalleristen eingeholt und blessirt wurde; der Lieut. war allein. Schmahlfeld erblickte kaum die Gefahr, so war er bei seinem Offizier und säbelte die Feinde vom Pferde.

77. Wachtmstr. Heinrich Langrehr, 1. Drag-R., erhielt, indem seine Schwadron ein Quarre sprengte, einen Schuss in die rechte Hand, so dass der kleine Finger ganz zerschmettert wurde und nachher abgenommen werden musste. Ungeachtet dieser Verwundung verblieb er fortwährend im Kampf, sogar gegen den Rat seiner Offiziere. Dieser ehrenhafte Unteroffizier hat sich nicht bloß im Felde bei jeder Gelegenheit die Achtung seiner Vorgesetzten und seiner Untergebenen verdient, sondern auch nach beendigtem Kriege während einer langen Dienstzeit im Frieden. Er diente als Oberwachtmeister in der Garde du Korps und hat, was bei Unteroffizieren und Soldaten so sehr selten, sein 50jähriges Dienstjubiläum erlebt; die Feier desselben zeigte, wie sehr er allerseits geliebt und geehrt ist. Am 4. Mai 1845 war seine 50jährige Dienstzeit vollendet. Da erhielt er von seinem allergnädigsten Monarchen eine vorzüglich gute Zivilversorgung nebst der Pension seines Grabes so wie das allgemeine Ehrenzeichen und Erlaubnis, seine liebe Uniform auch ferner tragen zu dürfen. Weil das Regiment erst im Juni sich zur Exercice bei Hannover vereinte, so ward die eigentliche Feier des Ehrentages bis dahin verschoben; denn Jeder wünschte an derselben Teil zu nehmen. Am 16. Juni ward Langrehr von seinen Offizieren zu einem Mittagsmahl eingeladen; als er vor dem versammelten Offizierskorps erschien, empfing ihn dasselbe aufs herzlichste und schenkte ihm als Zeichen der Hochschätzung einen vortrefflich gearbeiteten Pallasch. Am 17. Juni versammelte sich das Regiment zum ersten Male auf dem Exerzierplatz; Langrehr wurde dahin durch eine Ordonanz geführt, die ihn vor seine Wohnung dasselbe Pferd brachte, welches er fast 15 Jahre im Regiment geritten hatte. Als der biedere Jubilar auf dem Platz anlangte, wurde er dem Regimente unter ehrenden Worten vorgestellt, aufs kameradschaftlichste empfangen und auf den nächsten Sonntag zu einem frohen Mahle von den sämtlichen Unteroffizieren eingeladen, die ihm alsdann einen sehr schönen silbernen Pokal als Beweis ihrer Liebe überreichten.

78. Korporal Friedr. Kastorf, 1. Hus.-Regmts. Nach dem Gefecht am 23. übernahmen die Husaren wie der die Verfolgung des geschlagenen Feindes. Am 25. Juli ward von Aravelo aus eine Patrouille, bestehend aus 1 Korporal und 2 Mann vom 14. engl. Drag.-Regmt. und 4 Mann des 1.Hus.-Regmts., unter denen Kastorf, nach Madrid zu ausgesandt. Die Patrouille erfährt, dass zu Blasco Sancho Franzosen sind, und eilt dorthin. Sie trifft auf 1 Unteroffizier und 4 Mann von des spanischen Königs Joseph reitender Jäger-Garde, die zu Fuß überrascht in ein Haus fliehen. Kastorf, obgleich Husar und erst für diese Tat zum Korporal ernannt, entwirft rasch einen Plan, um die Feinde im Hause zu fangen. Ein Mann bleibt bei den Pferden, 2 Mann bewachen das Haus und feuern ins Fenster; Kastorf mit seinen 3 Kameraden dringt ins Haus, verfolgt die Feinde durch mehrere Zimmer, haut sich mit ihnen herum, erhält eine Wunde, seine Klinge zerspringt, entrafft einem Feinde dessen Säbel und treibt die Gegner zu Paaren, dass sie sich ergeben. Im Stall findet man die Pferde. Zwei Offiziere, 27 Mann und 29 Pferde wurden zu aller Erstaunen von dieser Patrouille am 26. abgeliefert. Wellington erwähnt dieser Tat: in feinen Depeschen. Dieser rechtliche und tüchtige Soldat, der schon früher 6 Jahre im 3. Hannoverschen Kavallerie-Regiment gedient hatte, zeichnete sich in allen Affären aus. 1815, nach dem ersten Frieden, sollte er wegen Kurzsichtigkeit und wegen eines steifen Fingers in engl. Pension gesetzt werden, die ihm auch schon bewilligt war. Unterdessen fand aber Napoleons Rückkehr statt und neue Kämpfe standen bevor. Da erklärte Kastorf, den man wegen seines Einflusses auf die junge Mannschaft gern beibehielt, freiwillig, dass er auf jene Pension verzichte und fortdienen wolle. Dieses Beispiel bewog viele Husaren, deren Dienstzeit abgelaufen war und die im Begriff standen, nach ihrer Heimat zurückzukehren, gleichfalls zu bleiben.

79. Husar Joh. Kühne, 1. Hus.-Regimets, half dem Kastorf treulich und war auch bei Toulouse sehr mutig.

80. Husar Friedr. Wiegmann, 1. Hus.-Regmts. Der Kornet Blumenhagen war am 25. Juli mit 42 Mann von dem 14. engl. Drag.- und 1.Husaren-Regimenten von Aravelo gegen Valladolid zum Rekognoszieren abgesandt. Während eines Halts zum Futtern zeigte sich rechts eine feindliche Partei von 20 Infanteristen und 4 Kavalleristen, welche mehre beladene Maultiere führten. Der Kornet ließ sogleich 20 spanische Guerillas, die er tags zuvor, um seine Pferde zu schonten, an sich gezogen, aufsitzen und angreifen. Aber der Angriff wurde mit 2 Mann Verlust abgeschlagen. Nun rief der Kornet 10 Freiwillige seines Detachements, unter denen Wiegmann und 5 Husaren und 4 engl. Dragoner. Wiegmann erhielt das Kommando und führte den Angriff so umsichtig und so entschlossen, dass er ohne eignen Verlust das ganze feindliche Detachement zu Gefangenen machte. Auch bei der Brücke von Toulouse war Wiegmann einer der kühnsten.

Las Rosas. Während Wellington das bei Salamanca geschlagene feindliche Heer über den Douro durch einen Teil seiner Armee verfolgen ließ, wandte er sich mit dem zweiten nach Madrid gegen ein anderes feindliches Korps unter dem König Joseph. Am 11. August morgens war die Kavallerie dieses Korps durch die alliierte zurückgeworfen. Die beiden Drag.-Regimenter, die wegen angestrengten Dienstes der Ruhe sehr bedurften, waren in Las Rosas; das erste leichte Bataillon lag auch in dem Orte. Drei portugiesische Kavallerie-Regimenter mit einer reit. Batterie standen fast ¾ Stunden weiter vor bei Majalahonda. Eine Abtheilung von 40 Dragonern unter dem Lieutenant Kuhls war noch weiter vorgerückt. Plötzlich kehrte nachmittags 3 Uhr die verstärkte franz. Kavallerie mit einiger Infanterie und Artillerie zurück. Die portugiesische Kavallerie ergriff das Hasenpanier; der Ltn. Kuhls konnte trotz der größten Anstrengung den Feind nicht aufhalten. Nun wurden die deutschen Dragoner, die sich nichts Arges versahen und zerstreut umherlagen, vom Feind überrascht. Es gelang indes mit Hülfe des ersten leichten Batls., den zuerst eingedrungenen Feind wieder aus dem Dorfe zu vertreiben, und die Brigade konnte sich vor Las Rosas sammeln. Unterdessen war auch der vordersten franz. Kavallerie der andere Teil nachgekommen und es erfolgte nun ein gegenseitiger Angriff, wobei aber die Dragoner wieder von den Portugiesen in Stich gelassen wurden, so dass sie der stärkere Feind fast umzingelte und sie sich rückwärts durchschlagen mussten. Zuletzt kam eine schwere engl. Kavallerie-Brigade zur Hilfe herbei und die Franzosen gingen zurück. Die Dragoner, welche bei Garzia von 6 Schwadronen auf 4 zusammengeschmolzen waren, verloren in diesem Gefecht 7 Offiziere und 53 Mann an Geröteten, Verwundeten und Gefangenen.

*81. Dragoner Wolbers, 2. Drag.-Regiments, sprengte aus den Reihen vor und hieb einen feindlichen Schwadrons-Kommandanten vom Pferde, welcher übermütig Wolbers Schwadronschef zur Übergabe aufforderte.

76. Wachtmstr. Ludw. Schmahlfeld, 2. D.-R. Er sammelte sofort beim ersten Überfall ein kleines Kommando und befreite durch große Tapferkeit mehre Dragoner, die von überlegenen Feinden umringt waren. Als nach dem Durchschlagen die Brigade sich wieder sammelte, übertrug ihm sein Schwadronschef von Marschalk, da alle Offiziere der Schwadron verwundet waren, das Kommando einer Kompagnie in einem sehr misslichen Augenblick, und er führte dieselbe mit Mut und Umscht. Am Tage vorher, den 10. August, war er unter dem Lieutn. Schäffer auf Piket. Der Kommandeur der Brigade wollte genaue Nachricht über den Feind haben. Schmahlfeld wurde mit 8 Mann deshalb vorgesandt, traf einen feindlichen Vorposten, warf diesen überlegenen Feind zurück, und gelangte auf eine Anhöhe so nahe vor dem feindlichen Lager, dass er dasselbe ganz übersehen konnte. Auf diese mutige und entschlossene Weise brachte er einen sehr genauen und wichtigen Bericht zurück.

*82. Drag. Friedr. Becker, 2.Drag.-Regmts., warf sich beim ersten Überfall mitten in den Feind und hieb so lange mächtig um sich, bis er mit Wunden bedeckt vom Kampfplatze geschafft werden musste.

83. Drag. Friedr. Stöver, 1. Drag.-Regmts., war im ersten Augenblick gefangen, hieb sich aber frei, wobei er drei Wunden empfing. Bei Waterloo hat er mit den Dragonern Heinrich Bösche und Christoph Prick den von den Feinden umringten Gen. v. Dörnberg befreit.

84. Drag. Andreas Harms, 1. Drag.-Regmts., war bei dem Detachement unter dem Lieutn. Kuhls, das mit rühmlichster Tapferkeit den Feind aufzuhalten und die Kanonen zu retten strebte; kein Mann desselben blieb ohne Wunden. Auch Harms war gleich anfangs bedeutend verwundet, verließ jedoch nicht den Kampf. Auf dem Rückzuge stürzt sein Pferd, er wird von 8 Kavalleristen umringt, wehrt sich tapfer zu Fuß, erhält noch 5 Wunden und wird glücklich durch einen neuen Angriff seiner Schwadron befreit. Bei Waterloo, als das Pferd des Rittmeisters H. v. Hattorf in einer Charge blessiert wurde, gab ihm Harms schnell und unaufgefordert sein Pferd unter augenscheinlicher Lebensgefahr.

Burgos. Vom 19. Septbr. bis 20. Oktober ward versucht, allein vergebens, das Kastell von Burgos, das 2500 Franzosen verteidigten, zu bezwingen. An der Belagerung und an den Stürmen nahmen die 3 Linien-Bataillone ihren ruhmvollen Antheil, indes auch einen verlustvollen. 19 Offiziere und 349 Unteroffiziere und Soldaten wurden getötet, verwundet und gefangen. Nachdem am 19. Septbr. ein äußeres Werk von den Engländern erstürmt war, sollte am 23. die erste der drei Einschließungs-Linien des Kastells durch Sturm genommen werden. Aber es ward derselbe, bei dem auch ein Detachement der Legion von 130 Mann, von den Franzosen blutig abgeschlagen.

85. Soldat Erich Eicke, 2. Linien-Bataillons, zeichnete sich bei diesem Sturme durch seine Unerschrockenheit dergestalt aus, dass er deshalb zum Korporal ernannt und öffentlich im Befehl gelobt wurde. Nun ward der langsame aber weniger gefährliche Weg mit Batterien und Minen eingeschlagen und in die erste Linie wurden 2 Breschen gelegt, welche man am 4. Okt. erstürmte und besetze. In der Nach des 4/5, am 5. nachmittags und am 8. Oktober unternahmen die Franzosen Ausfälle gegen diese besetzten Breschen, wodurch heftige Kämpfe veranlasst wurden.

86. Sergeant Ludw. Flörke, 2. Linien-Bataills. Der Ausfall am 8. morgens 2 Uhr war sehr heftig und blutig; die Alliierten wurden aus der besetzten Bresche vertrieben. Als die Offiziere getötet oder verwundet waren, sammelte Flörke die Mannschaft am Fuße der Bresche, trug entschlossen und mutig dazu bei, die Franzosen zurück zu werfen, ward öffentlich deshalb belobt und zum Fahnen- Sergeanten ernannt. Während der Schlacht von Waterloo musste er seinen schwer verwundeten Kapitän Purgold zurückbringen. Obgleich dieser dringend wünschte, ihn bei sich zu behalten, so eilte Flörke doch nach vollzogenem Auftrage schnell in die Schlacht zurück, wo er durch sein aufmunterndes Beispiel sich auszeichnete. In Talavera 1809 gefangen, hat er sich nach 8 Tagen gefahrvoll befreien

87. Korporal Wilh. Hochstein, 2. Lin.-Bataills., bewies sich gleichfalls bei jenem Ausfall so brav, ungeachtet einer dabei erhaltenen Wunde, dass er öffentlich belobt und zum Sergeanten befördert ward. Während des Feldzugs 1815 war er zum Verdener Landwehr-Bataillon kommandiert, auf dessen junge und unerfahrene Mannschaft dieser alte Feldsoldat durch sein musterhaftes und ermutigendes Benehmen augenscheinlich sehr vorteilhaft, sowohl bei Quatrebras als bei Waterloo, einwirkte. In der ersten Schlacht erhielt er eine Kontusion; verließ aber feine Kompanie keinen Augenblick. Sehr gerühmt wird auch seine Sorge für Lebensmittel auf dem Marsche nach Paris.

88. Sergeant Friedr. Fischer, 1. Lin.-Bataillons, ein braver tüchtiger Unteroffizier, hatte das Unglück, dass ihm beide Beine durch eine Bombe zerschmettert wurden. Das linke musste sogar mehrmals amputiert werden; dessen ungeachtet lebte er noch 1842. Am 18. Oktober ward eine Bresche in der 2. Linie des Kastells von 300 Mann der Legion unter dem Major v. Wurmb gestürmt, während andere Truppen auf anderen Punkten angriffen. Der mutig unternommene Sturm ward indes von der tapferen Garnison zurückgeschlagen. Major v. Wurmb und Lieutn. Bothmer blieben, Kapt. Backmeister und La Roche wurden tödlich, und außerdem noch 3 Offiziere, verwundet.  Der Lieutenant Hesse führte diejenige Abtheilung von Freiwilligen, welche zuerst die Bresche hinan stürmte und welche man wegen der großen Gefahr — forlorn hope (verlorene Hoffnung) nennt.

89. Sergeant Christ. Fledermann, 1. Lin-B., meldete sich freiwillig zur forlorn hope und war äußerst tapfer. Als die Belagerung von Ciudad Rodrigo begann, lag er am Fieber krank zu Celerico; er eilte dennoch zu seinem Bataillon und wohnte der Belagerung bei, obgleich er einen Tag um den andern vom Fieber befallen wurde. Am 27. Februar 1814 ward er verwundet, ging aber nicht vor Beendigung des Kampfes fort, und kehrte zum Bataillon zurück, bevor er ganz geheilt war. Hatte schon vorher 10 ½ Jahr im 5. hannov. Inf.- Regiment gedient und die Feldzüge in Brabant mitgemacht.

90. Sergeant Otto Muh, 1. Linien-Bataillons, war freiwillig bei diesem Sturme wie bei dem auf St. Sebastian. Am 7. Oktbr. 1813 erhielt dieser stets mutvolle Sergeant eine Wunde im linken Arm und verblieb im Gefecht.

91. Soldat Gottlieb Wagener, 1. Lin-Batls, zeigte bei jenem Sturm wie schon in andern schwierigen Gelegenheiten die größte Umsicht und Unerschrockenheit. Den bereits verwundeten Kapit. La Roche wollte ein Franzose gerade in großer Nähe niederschießen, als Wagener mit größter Gefahr dazwischen sprang und den Feind niederstach. Er war einer der Wenigen, welche mit der größten Kühnheit bis auf den dritten Wall vordrangen. Er ward hier aber mehrfach schwer verwundet und auch gefangen. Laut eines ärztlichen Zeugnisses zeigten sich nach seiner späteren Rückkunft an ihm folgende Narben von Wunden, die er dort erhalten:

Am rechten Oberschenkel:

1) von einer durchgedrungenen Kartätschenkugel,

2) von einer eingedrungenen und

3) von einer streifenden Flintenkugel.

4) Am rechten Arm eine 2 ½ Zoll lange Hiebwunde.

5) In der rechten Schläfe eine 3 -4 Z. lange Hiebw.

6) 7) 8) An der linken Schulter drei Stichwunden.

92. Soldat Georg Homburg, 5. Lin.-Batls. holte den tödlich verwundeten Kapitän Backmeister, welcher unter dem nahen feindlichen Feuer liegen geblieben war, aus eigenem Antrieb und unter den größten Gefahren vom Kampfplatz. Beim Sturm von St. Sebastian am 31. Aug. 1813 war er einer der Freiwilligen und äußerst brav.

Olmas.

93. Schütz Friedr. Bolte, 1. leichten Bataillons. Die leichten Bataillone deckten mit anderen Truppen die Belagerung des Kastelles. Am 12. Oktober war ein kleines Gefecht um das Dorf Olmas, in welchem sich Bolte dadurch auszeichnete, dass er mit einigen Leuten die Ecke einer Mauer, die der Feind mehrmals angriff, standhaft verteidigte, weshalb der Feind sich nicht im Dorfe festsetzen konnte.

Hills Korps. Hills Korps in Estremadura zog sich, als Soult‘s Armee in Folge der Schlacht von Salamanca die Blockade von Cadir aufgab, nach Madrid, um sich mit Wellington zu vereinigen. Die zweiten Husaren bei Hills Korps bestanden mehre Gefechte.

94. Husar Friedrich Stucke, 2.Hus.-Regmts. Am 27. März 1812 hatten die beiden Schwadronen unter dem Major von Wissel die Avantgarde. Am Abend gegen Dunkelwerden erblickte man auf den Höhen vor Don Benito franz. Vedetten und gleich darauf mehre feindliche Schwadronen, welche sich jedoch bald zurückzogen, aber Vorposten stehen ließen. Der Major sandte mehre Patrouillen ab, um die Stärke und Stellung des Feindes zu erkunden; da dieselben jedoch nicht durch den Ort gehen konnten, so vermochten sie nichts zu erfahren und kehrten unverrichteter Sache zurück. Nun erbot sich Stucke, den Auftrag allein auszuführen. Er nahm einen ziemlich großen Umweg, kam den Vedetten in den Rücken, sah die französische Kavallerie auf der anderen Seite des Orts wegmarschieren, kehrte jetzt auf dem graden Wege zurück und brachte eine feindliche Vedette, die er plötzlich überfiel, gefangen mit. Er gab genauen Bericht über das Gesehene.

42. Korporal Hennig Otto, 2. Hus.-Regiments. Am 1. August drangen die Franzosen mit 600 M. Kav. denen 1000 Mann Inf. und einige Artillerie folgte, rasch gegen Ribeira vor, und die auf Vorposten befindlichen Husaren konnten der feindlichen Kavallerie nur 100 Mann entgegenstellen, außer einem Piket vom 9. engl. Drag-Rgmt. Diese geringe Macht hielt, indem sie sich durch allerlei Listen den Schein einer weit größeren Zahl gab und zugleich große Tapferkeit bewies, den Feind so lange auf, bis andere Kavallerie zur Unterstützung kam. Otto hielt mit einer kleinen Feldwache die weit überlegene und rasch vorrückende feindliche Avantgarde in einem Hohlweg durch Umsicht und Tapferkeit so lange auf, bis seine Schwadron Zeit gewann, ans Ribeira auszurücken und sich zu versammeln. Bald darauf in einem anderen Gefecht befreite er rasch und mutig einen gefangenen Kameraden aus der feindlieben Plänklerlinie.

Venta del Pozo. Wellington sah sich am 20. Oktober zum Rückzuge genötigt, weil das bei Salamanca geschlagene französische Heer verstärkt war, und weil zwei andere, unter König Joseph und Marschall Soult, in der rechten Seite verrückten. Den 23. Oktbr., bei Venta del Pozo, fand ein Arriergarden-Gefecht statt, in welchem die beiden Drag.-Regimenter mit engl. Kavallerie, und an Infanterie nur die beiden leichten Bataillone der Legion gegenwärtig waren.

95. Sergeant Joachim Lehmann, 2. leicht. Batls. In Anfange des Rückzuges war das 2. leichte Bataillon hinter einem Bache aufgestellt, um die vorbefindliche englische Kavallerie aufzunehmen. Lehmanns Kompagnie stand an einer Brücke, über welche die Straße führt. Der letzte Trupp der engl. Kavallerie ward so heftig von einem Theile der feindlichen gedrängt, dass Freund und Feind zugleich vor und auf die Brücke kamen und dass die Kompanie wegen dieser Vermischung wenig feuern konnte. In diesem misslichen Augenblicke stürzte sich Lehmann mit der größten Bravour und mit einigen Leuten seiner Abteilung unter die Reiter, erlegte mehrere Feinde mit dem Hirschfänger und machte einen Offizier, dessen Pferd er erstochen, zum Gefangenen.

96. Soldat Eckhard Bohne, 2. leicht. Bataillons., war einer derjenigen, welche mit Lehmann sich auf die feindliche Kavallerie stürzten und diese zurückhielten. Dieser stets mutvolle Soldat bekam früh bei Vittoria einen nicht unbedeutenden Schuss durch den linken Arm; erst gegen Abend konnte ihn Blutverlust zwingen, das Schlachtfeld zu verlassen, worauf er mehrere Monate im Hospital gefesselt ward. Schon bei Kopenhagen hatte er freiwillig bei der Einnahme der Vorstädte tapfer gefochten und eine Wunde erhalten. Der Feind ward an dem Bache eine Zeitlang aufgehalten, umging indes den linken Flügel mit einer Abteilung, welche dort befindliche spanische Kavallerie verjagte. Darauf die Arriergarde hinter ein zweites Wasser, über das eine Brücke führte, unweit welcher die deutschen Dragoner in Linie standen. Die französische Kavallerie drang mit großer Kühnheit über diese Brücke vor. Die Dragoner griffen zu spät an; zwar durchbrachen sie die erste feindliche Linie; allein eine zweite war schon gebildet; es entstand ein äußerst hartnäckiger Kampf; die englische leichte Kavallerie war von der umgehenden feindlichen Abteilung zurück gedrängt; die braven Dragoner mussten der Übermacht weichen; sie mussten sich durchschlagen, ihr Verlust war 9 Offiziere, 86 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen.

97. Kommand. Wachtmstr. Chr. Matthias, 1.D.-R. Obgleich sein Posten hinter der Schwadron war, so drängte er sich, als die gegenseitigen Linien auf einander stießen und in dem tapferen Gegner erst keine Lücke entstehen wollte, mutig hervor und bahnte einen Weg mit kräftigen Hieben, indem er seinen Leuten zurief: „Seht, Jungens, so müsst ihr es machen!“ Er war ein alter Krieger, der schon bei allen Gelegenheiten als Held sich bewährt hatte.

98. Wachtmeister August Kielpennig, 1. D.-R., hatte sieh zu lange in seinem Mute verweilt, wird von 5 Lanzern umringt, säbelt zwar einen vom Pferde, erhält aber zugleich von einem andern einen Lanzenstich und wird nun gefangen und entwaffnen Nach ungefähr 5 Minuten indes; entwischt er seinen Begleitern, die hinter ihm her schießen; kommt glücklich auf seinem vortrefflichen Pferde durch die vorbefindliche feindliche Kavallerie und gelangt zum 1. leichten Bataillone. Kaum hier angekommen, verlassen ihn seine Kräfte, er sinkt ohnmächtig vom Pferd. Ein Offizier jenes Bataillons erweckt ihn wieder durch einen belebenden Trunk. Drei Monate musste er darauf im Hospitale zubringen, so schwer war die Wunde. In dem Kampf bei Las Rosas ward er zweimal verwundet, ging aber nicht fort. So wie der hochherzige Kielpennig im Kriege den Kameraden ein Vorbild durch sein mutiges und tapferes Benehmen war, so war er es auch im Frieden durch sein biederes und echt militärisches Betragen bis zu seiner eben jetzt erfolgten Zivil-Versorgung.

99. Dragoner Konr. Mönkemeier. 2. D.-Regmts. Der Rittmeister G. v. d. Decken, Oberadjutant des Generals Cotton, verlor sein Pferd und ward gefangen, die Feinde führten ihn zurück da ward er durch die Hilfe jenes herbeieilenden Dragoners befreit. Bei Waterloo haute er den Dragoner Berghan los, welcher von 4 feindlichen Kürassieren umringt war.

100. Dragoner Christoph Diedrich, 1. D.-Rgmts. Obgleich er bald verwundet wurde, verblieb er doch im Gefecht und war hier, so wie auch bei Waterloo ganz vorzüglich herzhaft.

101. Husar Schütte, 1. Husaren-Regiments, war Ordonnanz beim General Sir Stapleton Cotton, welcher die englische Kavallerie befehligte. Dieser tapfere General war stets ermunternd voran und kam in das Gewirr; ein französischer Dragoner sprengte auf ihn zu und war im Begriff, ihn vom Pferd zu stechen, als der herbeigeeilte Schütte den Feind niederhieb. Die geschlagene Kavallerie konnte sich erst wieder hinter den beiden leichten Bataillonen sammeln und ordnen. Art dieser felsenfesten Infanterie brach sich die ungestüme Welle der feindlichen Kavallerie. Oft wiederholte Chargen wurden blutig zurückgewiesen. Hier, wo im ruhigen festen Zusammenhalt und im nahen, sichern Feuer die unüberwindliche Kraft lag, konnte sich kein Einzelner hervortun; aber jeder befolgte den alten deutschen Spruch:

Euer Herz und Augen lässt mit Eisenklammern brennen,

keiner von andern sich menschlich‘ Gewalt lass trennen,

keiner den andern durch Kleinmut je erschreck‘,

Noch durch sein’ Flucht im Heer eine Unordnung erweck‘.

Der Herzog v. Wellington dankte den Bataillonen auf der Stelle für die bewiesene unerschütterliche Standfestigkeit, und „Venta del Pozo“ trugen sie hinfort in ihren Feldzeichen.

18I3. Als Wellington in 3 Abheilungen Ende April aus Portugal nach Spanien vorrückte, war bei der mittelsten Kolonne das 1. Husaren-Regiment. Die Kavallerie dieser Kolonne hatte Ende Mai unweit Salamanca ein Gefecht mit der französischen; diese verlor 200 Gefangene.

102. Korporal Chrn. Bertram, 1. H.-Regmts. Der Lieutenant Leonhardt kommandierte die Avantgarde. Der Feind bildete eine große und überlegene Plänklerlinie gegen ihn und drängte bald darauf mit seinem linken Flügel kräftig vor, um die Deutschen zu überflügeln. Da sammelt Bertram schnell und aus einem Entschluss seine nächsten Kameraden, chargiert den vorrückenden Feind, hindert nickt bloß dessen Vorhaben, sondern macht sogar 14 feindliche Chasseurs gefangen.

Am 7. Juni geriet unter Lieutenant Blumenhagen eine Patrouille von 20 Pferden mit einigen 60 feindlichen Kavalleristen in ein Scharmützel, das heftig und verwickelt wurde, bis ihm eine Schwadron unter Lieutenant Cordemann zu Hilfe kam.

103. Husar Friedrich Schmidt 1.Hus.-Rgmts., sprengte vor, hieb eine Vedette nieder und vertrieb die andern, wodurch ohne Zeitverlust angegriffen werden konnte.

104. Korporal Hampe, 1. Husaren-Regiments, war in diesem Gefecht sehr brav, wie auch bei Toulouse, wo er öffentlich gelobt ward. Bei Waterloo wurde er gleich anfangs am Arm verwundet, verließ aber das Schlachtfeld nicht.

105. Husar Heinrich Heiser, 1. Hus.-Regmts., war gleichfalls äußerst tapfer und machte 2 Gefangene in einem Angriff. War einer der Ausgezeichneten, die unter dem Kornet Strenuwitz in Portugal die Überfälle ausführten.

106. Wachtmeister Hr. Matthias, 1. H.-Regmts. Das Pferd des Husaren Berenz ward erschossen; Matthias will diesen retten, der sich an feinen Steigbügel anfassen muss, um rascher zurück zu kommen. Allein die Feinde ereilen und 6 Mann umzingeln Matthias, durch welche er sich zwar durchhaut, aber den Husaren dem Feind überlassen muss. Matthias tat sich auch bei Salamanca und Toulouse hervor.

107. Wachtm. Georg Kahrmann und

108. Husar Heinrich Schwermann, 1. H.-R. hatten am 12. Juni unweit Burgos die Spitze der Avantgarde mit noch 4 Mann. Sie erblicken bald feindliche Infanterie, nähern sich und sehen, dass diese eine Kanone auf der Chaussee zurückbringt. Alsobald wird Jagd darauf gemacht, wobei jene beiden die Vordersten sind. Die meisten der Bedeckung entfliehen, einige werden niedergehauen und die Kanone wird genommen. Kahrmann war auch in der Schlacht von Salamanca, als das Regiment nach dem rechten Flügel eilte, an der Spitze und vertrieb mutig französische Kavallerie welche ein zu passierendes Defilee verteidigte. Schwermann hat sich bei den Koups des Kornet Strenuwitz und auch bei Sabugal ausgezeichnet; hier nahm er allein 4 Infanteristen gefangen.

Osma.

109. Korporal Konrad Fischer, 2. Lin.-Bataillons. Die linke Abtheilung von Wellingtons Armee unter dem General Graham, bei welcher die Infanterie der Legion und die beiden Dragoner-Regimenter waren, hatte ein Gefecht bei Osma den 18. Juni. Fischer ward dabei verwendet, machte dennoch die folgenden anstrengenden Märsche und die Schlacht bei Vittoria mit und ward Sergeant zur Belohnung. Als am 27. Februar 1814 die Feinde in die Festung Bayonne getrieben waren, holte er freiwillig unter dem feindlichen Feuer mehre schwer Verwundete weg, die dicht vor den Wällen lagen. Bei Waterloo ward er verwundet, verließ das Schlachtfeld nicht und kommandierte zuletzt eine Kompagnie.

110. Soldat Carl Müller, 2. Linien-Bataillons, zeichnete sich bei Osma aus, so wie bei Bayonn. Zum Sturm von Sebastian meldete er sich freiwillig.

St. Milan. Am 18. Juni hatte ebenfalls die engl. leichte Division, vom General C. v. Alten kommandiert, ein lebhaftes Gefecht bei St. Milan. Die 3. Schwadron des 1. Hus.-Regmts. war der Division beigegeben und bestand einen rühmlichen Kampf mit dem 3. franz. Husaren-Regiment.

111. Wachtmstr. Alex. Krämer, 1. Hus.-Rgmts., war außerordentlich brav in diesem Gefecht; feuerte an durch sein Beispiel.

112. Wachtmstr. Wilhelm Runne, 1. Hus.-R., war in dem gebirgigen und schwierigen Terrain mit 20 Mann auf einer Seite gegen einen 3 mal stärkeren Feind im Kampf; in 3 Attacken wirft er glücklich den Feind zurück und nimmt sogar 17 Pferde; zuletzt aber wird er verwundet, muss der Übermacht weichen und wird über geritten und gefangen.

66. Korporal Peter Subtut und

58. Husar Friedr. Dettmer, 1. Hus.-R., erblicken kaum das Schicksal ihres Wachtmeisters, den der Feind schon zurückbrachte, so sind sie schnell einverstanden, ihn zu retten. Sie sprengen auf die Franzosen; Dettmer verwundet zwei im Vorbeijagen sie erreichen Runne, verjagen drei ihn umringende Feinde, und bringen jeder auf dem Rückweg einen gefangenen Franzosen mit.

113. Husar Ernst Lange, 1. Husaren-Regiments, half jenen beiden bei der Befreiung des Wachtmeisters und machte 2 Feinde gefangen. Auf dem Rückzug von Burgos nahm er am 20. Novbr. 1812 in einem Plänklergefecht einen feindlichen Offizier und am 17. Juni 1815 ebenfalls einen tapferen Gegner mutig gefangen.

114. Korporal Daniel Ehlers, 1. Hus.-Rgmts., hatte die Spitze der Avantgarde und stieß gerade auf diejenige des feindlichen 3. Hufaren-Regiments, als dieselbe aus einem Engweg hervorbrechen wollte. Er hält nun mit einigen Husaren durch große Tapferkeit den Feind vom Debouchieren ab, bis ihm Hilfe wird.

115. Wachtmeister Oelzen, 1. Huf.-Regiments, befehligte eine Abtheilung der 3. Schwadron und warf in einer glücklichen Charge den überlegenen Feind zurück, den Korporal Ehlers aufgehalten hatte. Später, als die feindliche Kavallerie vor der hervorrückenden engl. Inf. sich zurückzieht, besetzt er einen Pass, um diesen der Kavallerie zu verlegen. Er wird hier 3 Mal von einer sehr überlegenen Zahl, die sich aber nicht entwickeln konnte, angegriffen, wirft sie jedes Mal ins Defilee zurück; so dass der Feind einen anderen Weg einschlagen musste. Gleich darauf gehen er und 2 Husaren mit einem Adjutanten des Generals Alten zur Rekognoszierung gegen eine feindliche Infanterie-Kolonne, die sich auf der Flanke zeigte; sie schleichen hinan und beobachten dieselbe. Der Wachtmeister muss dann mit einem Husaren noch weiter rekognoszieren, stößt plötzlich auf eine kleine feindliche Infanterie-Abteilung, greift rasch an, und nimmt 5 Infanteristen und auch 1 Gendarmen.

Puebla. Am 20. Juni wurde der Lieutenant Cordemann, 1. Husaren-Regiments, nach Puebla entsendet, um zu erkunden, ob dieser wichtige Pass noch vom Feind besetzt sei. Seine Abteilung nahm über 60 feindliche Infanteristen gefangen.

116. Korp. Konr. Breithaupt und

117. Husar Johann Rode, 1. H.-R. seitwärts gesandt, treffen auf 16 feindliche retirierende Infanteristen, greifen an, verwunden 2 und nehmen alle gefangen.

118. Wachtmeister Kohlenberg, 1. H.-Regmts., war mit 6 Mann nach einer anderen Seite detachiert und brachte 26 feindliche Infanteristen ein, die er besiegt hatte.

119. Husar Dorges und

120. Wilhelm Deeken halfen vorzüglich hierbei jenem Wachtmeister, mit dem sie sich auch bei Toulouse als brave Soldaten auszeichneten.

Vittoria. In der Schlacht von Vittoria, 21. Juni, war die Infanterie der Legion auf dem linken Flügel bei der 1. Division. Die leichte Brigade der Legion erhielt den Auftrag, zuerst das befestigte Dorf Abechuco am rechten Ufer der Zadora zu nehmen, dann über diesen Fluss vorzudringen, und auf dem linken Ufer festen Fuß zu fassen, was dadurch geschah, dass ein Teil eine Brücke über die Zadora, die mit einem Verbau versehen und durch eine Batterie verteidigt war, direkt angriff, während andere Teile zur Seite durch den Fluss gingen, und darauf das Dorf Ariaga am linken Ufer genommen wurde.

120. Korporal Hnr. Dammeyer. 1. leicht. Batls. Er stand bei einer Kompagnie, die seitwärts detachiert war, um die verhauene Brücke zu umgehen. Die Zadora wurde durchwatet und jene Kompanie nahm gleich darauf das Dorf Ariaga. Der Korporal hatte das Glück, den Kommandeur der Batterie, die links des Dorfes aufgestellt war und sich auf einer Wiese festgefahren hatte, schwer zu verwunden und ihn mit Hilfe einiger Leute gefangen zu nehmen, wodurch die schnelle Eroberung der Batterie, die von ihrer eignen Mannschaft heldenmütig verteidigt ward, herbeigeführt wurde. Dannmeyer war im Feldzug 1815 als Sergeant beim Landwehr-Bataillon Osnabrück kommandiert und bewies sich auch daselbst sehr brauchbar und tapfer.

121. Korporal Konrad Reinecke, 1. leicht. Batls., war bei dem Teil, der die barrikadierte Brücke erstürmte; er war einer der Vordersten bei diesem Angriff und einer der Ersten, welche über die Brücke gelangten und dadurch wesentlich zur Flucht des Feindes beitrugen. In dem Gefecht am 10. November 1813 wurde er verwundet, kam ins Hospital, war aber noch nicht ganz hergestellt, als sein Eifer ihn wieder zur Kompagnie führte. Wegen Schwäche musste er noch als krank im Rapport geführt werden. Als am 9. Dezember das Bataillon wieder zum Kampfe vorging, sollte er unter den Kranken zurückbleiben; allein er bat dringend seinen Kompagnie-Chef, mitgehen zu dürfen, und zeigte sich auch hier brav, wie allenthalben.

122. Korporal Diedrich Eichler, 2. leicht. Batls., zeichnete sich gleichfalls aus und war einer der Ersten, die bei der feindlichen Batterie anlangten und sie nahmen. Zum Sturm von St. Sebastian meldete er sich freiwillig.

123. Korporal Ludw. Hellmann, 2. leicht. Batls., erhielt gleich anfangs eine Wunde, die ihn darauf mehre Wochen im Hospital festhielt; dennoch blieb er bis zum Ende des Kampfes, und war auch einer der Ersten bei den feindlichen Geschützen.

124. Feldwebel Christian Weiß, 2. leicht. Batls. Er eilte, seinen Tschako auf der Büchse in die Höhe haltend, ermunternd im heißen Feuer voran, als die Kompagnie durch die Zadora stürmte. Am 28. Februar ward er vor Bayonne schwer verwundet; noch nicht geheilt, ist er ungeachtet des Abratens seines Kompagnie-Chefs am 14. April wieder im Kampf; bei Waterloo rettete er seinen verwundeten Kompagnie-Chef Keßler mit großer Gefahr vor Gefangenschaft.

125. Husar Heinr. Krösmann, 1. Hus.-Regmts. Der Rittmeister Schaumann war am 21. morgens mit einer Abteilung des 1. Husaren-Regiments zur Avantgarde bestimmt, und chargierte ein vor ihm befindliches Kavallerie-Piket. Da aber hinter einer Anhöhe auf seiner linken Flanke feindliche Detachements aufgestellt waren, so musste die Anhöhe behauptet werden, um jenen Angriff ausführen zu können. Schaumann konnte aber nur wenige Leute entbehren, weil der Feind in Front sehr stark war; er forderte daher 2 Freiwillige auf. Krösmann meldete sich sofort mit einem Kameraden. Während Schaumann den überlegenen Feind warf, verfolgte und ihm mehre Gefangene abnahm, verteidigten die beiden Husaren die Höhe, wo sie von 12 feindlichen Kavalleristen, die jedoch nur auf schmalen Wegen hinauf kommen konnten, angegriffen wurden. Sechs bis acht mal versuchten die Feinde, die Höhe zu gewinnen; Krösmann hieb zwei nieder. Die Pferde der beiden Husaren waren schon sehr ermattet, als endlich Hilfe kam. Auch bei Toulouse focht Krösmann tapfer. Sein Pelz und Dollman waren daselbst ganz zerhauen, jedoch glücklicherweise nur durch flache Hiebe.

Villa Franca. Nach der Schlacht ward eine Heeres-Abtheilung, zu welcher die Infanterie der Legion gehörte, links entsendet, um einer franz. Division den Weg nach Frankreich zu verlegen, was indes nicht gelang.

Am 24. Juni traf jene Abtheilung auf den Feind unweit Villa Franca und nötigte ihn zum weitern Rückzug, wozu besonders das 1. leichte Bataillon wirkte.

126. Feldwebel Karl Hintze, 1.leicht. Batls., zeichnete sich hierbei vorteilhaft aus, indem er, obwohl gleich anfangs durch beide Beine geschossen, gegenwärtig blieb und seine Mannschaft anfeuerte. Dieser Unteroffizier, der lange und stets brav gedient, kommandierte am 27. Febr. 1814, nachdem die Offiziere kampfunfähig geworden, eine Kompagnie mit Auszeichnung.

127. Schütze Hr. Behne, 1. leichten Bataillons. Der Lieutn. v. Both war mit einem Teil der vierten Kompagnie seitwärts der Chaussee detachiert. Plötzlich sprengte feindliche Kavallerie herbei, und nötigte den Stab des Bataillons zum Zurückgehen. Lieuten. v. Both blieb mit feiner Abteilung halten, um die Kavallerie zu empfangen. Ein feindlicher Kavallerie-Offizier kam allein heran um zu rekognoszieren aber Behne, ein guter Schütze, erschoss ihn sofort, und die Kavallerie ging zurück. Behne ward gleich darauf am linken Arm verwundet sein Offizier schickt ihn zum Verbinden zurück; weil aber nicht gleich ein Arzt zu finden ist, so verbindet er sich selbst, geht wieder vor und ist ungeachtet arger Schmerzen auch am folgenden Tage bei Tolosa im Gefecht. Am 27. Februar 1814, als während des Kampfes mehre Kompagnien hinter einem Hause standen, wurden durch eine Kanonenkugel 13 Mann getötet oder verwundet, auch Behne ward durch herabgeschlagene Steine im Gesicht verletzt, so dass dasselbe am andern Morgen sehr angeschwollen war. Als sein Kapit. ihn in diesem Zustand erblickte, sollte er ins Hospital; er ließ aber vom Arzt seine Wunden auswaschen, verbinden, und kehrte dann gleich zur Kompagnie zurück.

128. Schütze Christian Wigrebe, 1.leicht.B. Das Pferd des Oberstl. v. Ompteda ward erschossen und in demselben Augenblicke sprengte ein feindlicher Reiter auf den niedergestürzten Oberstl. heran. Wigrebe erblickt dessen Gefahr und sein glücklicher Schuss streckt den Feind zu Boden, aber gleichzeitig erhält er selbst einen Schuss in den Hals. Dem Sturme von Sebastian wohnte er freiwillig bei. Obgleich er vor dem Feldzuge 1815 zur Pension bestimmt war, so blieb er auf seinen Wunsch, als Napoleon zurückgekehrt war, und zeigte sich auch hier als einer der ausgezeichnetsten Soldaten.

Tolosa. Am 25. Juni ward die Stadt Tolosa angegriffen, welche ziemlich fest, an den Toren barrikadiert und mit Blockhäusern versehen war.

Die leichte Brigade der Legion mit dem ersten Bataillon an der Spitze, rückte gegen das Vittoria-Tor vor, während rechts gegen dasjenige von Pamplona die 3 Linien-Bataillone vordrangen, und links gegen ein Nebentor Spanier, die sich aber zu lange erwarten ließen, vorgehen sollten.

Der Angriff war nicht durch gehörige Mittel, namentlich nicht durch Artillerie vorbereitet, und veranlasste deshalb großen Verlust.

59. Schütz Hr. Elvers, 1. leichten Bataillons. Zwei Kompagnien dieses Bataillons gingen zum Angriff des Vittoria-Tors voran. Um dem heftigen Feuer, das sie sofort erhielten, nicht unnötig ausgesetzt zu bleiben, überstiegen sie eine niedrige Mauer links des Weges und drangen in einem Weingarten bis nahe an die Stadt vor. Nun mussten sie aber, da ihnen eine hohe Klostermauer das fernere Vorrücken versperrte, wieder über die erste Mauer auf die Chaussee hinüber. Dann gings mutig auf das Tor los; indes die Verteidigungsanstalten waren zu kräftig; die Kompagnien suchten nach einem bedeutenden Verluste Schutz in einem links belegenen Kloster-Hof 25 Schritt vom Tor, wo auch die anderen Kompagnien des Bataillons eintrafen. Jetzt sollte wiederum mit 3 Kompagnien gegen das palisadierte Tor, das von vorn durch ein Geschütz und von beiden Seiten her durch Blockhäuser bestrichen ward, gestürmt werden. Es kostete einige Überredung, die Mannschaft aus dem sichern Aufenthaltsort und nach einem blutig abgewiesenen Angriff, nochmals zu einem misslichen Versuch vorwärts zu bringen. Da gab Elvers das anregende Beispiel, er lief vorwärts gegen die Palisaden, nun folgten die übrigen; er ward dafür Korporal.

Allein die Kompagnien wurden durch das verheerende Feuer mit großem Verlust auseinandergesprengt und suchten Deckung, so gut sie konnten.

129. Korporal Eberhard Lüdecke, 1. leicht. B. Auch dieser war einer der ersten, welche wiederum gegen das Stadttor vordrangen. In der Schlacht von Busaco wurde er schwer verwundet, wollte jedoch nicht zurück.

130. Schütz Hr. Schulze, 1. leicht. Bataillons, war hier gleichfalls äußerst tapfer. Er gehörte zu den 20 Versprengten (incl.2 Offizieren), welche in einem offenen Kanal an der linken Seite des Orts Schutz suchten, aber keinen fanden, sondern durch die Franzosen von mehren Seiten und auch durch die Spanier, welche in ihnen Feinde zu erblicken glaubten, beschossen wurden, so dass binnen kurzem 1-8 Mann getötet oder verwundet waren. Schulze hatte sich schon beim Angriff auf die Brücke in der Schlacht von Vittoria hervorgetan, wofür er wie auch bei Tolosa öffentlich gelobt wurde.

131. Feldwebel Ludwig Nolte, 1.leich. Batls. Sein Kapit. Cropp ward bei jenem letzten Angriff tödlich verwundet, andere Offiziere der Kompagnie waren nicht vorhanden; da bemüht er sich eifrigst, die nach der linken Seite hin Versprengten wieder zu sammeln und den dort vordringenden Spaniern beizustehen, wobei er sich sehr brav und einsichtsvoll benimmt. Auch bei Waterloo war er in der Haye Sainte so tapfer, dass ihn der Major Baring auf der Stelle öffentlich lobte.

132. Schütz Hr. Engelardt, u.

133. Schütz Joh. Hellberg, 1. Leicht. Batls. waren unter dem Sergeant Nolte die eifrigsten und tapfersten. Als sie mit den Spaniern gegen das Nebentor vordrangen, trafen sie eine ausgezogene Zugbrücke. Die Spanier wollten selbige herunterlassen, was nicht gelang; da kletterten jene an derselben hinauf und machten im feindlichen Feuer die Kette los; nun konnte man über die herabgelassene Brücke eindringen.

Mit Hülfe eines 9-pfünders, der durch einige nahe Schüsse das Viktoria-Tor zertrümmern, gelang es dem 2. leichten Bataillon in die Stadt einzudringen. Unterdessen hatte die Linien-Brigade das Tor von Pamplona angegriffen, vermochte aber auch da erst einzudringen, als die Verteidigung am Vittoria-Tor nachließ.

134. Feldwebel Hr. John, 5. Linien-Bataillons. Anfangs wurde der Feind aus einem Gehölz vor der Stadt durch die erste Kompagnie jenes Bataillons vertrieben. Hierbei ging jener Unteroffizier mit dem besten Beispiel voran, wie auch nachher bei der Erstürmung des Orts, obwohl er beim Beginnen des Gefechts 2 Finger durch einen feindlichen Schuss verloren hatte. Auch bei Waterloo konnte ihn eine Verwundung nicht vom Schlachtfelde vertreiben.

135. Sergeant Christian Busse,

136. Korporal Joh. Pagel

137. Schütz Diedr.  zur Kamp (Kammer), alle 5. Lin.-Batls.

138. Korporal Hr. Hoppe,

139. Korporal Diedr. Hartzmeyer,

140. Schütz David Fuhrhop, alle 2. Lin.-Bataillons.

Der erste Angriff auf das Pamplona-Thor scheiterte hier ebenfalls. Der zweite gelang. Jene Leute, sämtlich von den Schützen waren dabei freiwillig die Vordersten; sie eröffneten unter einem heftigen Feuer das feste Thor, teils durch Zeltbeile, teils durch Schüsse gegen das Schloss.

Zur Kammer erhielt einen Schuß durch den linken Arm und fiel bewusstlos zu Boden. Busse hat sich außerdem beim Sturm aus Burgos am 18. Oktober 1812, und Pagel bei Bayonne männlich bewiesen.

Pyrenäen. An den Kämpfen, die während der letzten Tage Julis vorfielen als Marschall Soult in den Pyrenäen vordrang und dann mit Verlust zurückgetrieben wurde, nahmen von der Legion nur Antheil die 4. Fuß-Batterie und das 1. Husaren-Regiment.

141. Husar Ludewig Redecker, 1.Hus.-Regmts., war eines Abends auf Vedette unweit Pamplona, als feindliche Kavallerie vorrückte Redecker beachtete genau den Feind vor sich und ließ ihn nahe heran; unterdessen waren aber auch mehre Gegner in feinen Rücken unvermerkt gekommen. Nun hieb er sich jedoch mit äußerster Tapferkeit glücklich durch. Er soll bei jedem Gefecht einer der Vordersten und Bereitwilligsten gewesen fein.

St. Sebastian. Der erste Sturm auf St. Sebastian, am 25.Juli, von Engländern unternommen, war ungeachtet großer Opfer missglückt. An der Belagerung nahm die Artillerie der Legion rühmlichen Theil. Die Infanterie derselben war zur Deckung vorwärts aufgestellt; einige Abtheilungen jedoch wurden mitunter zur Belagerung herbeigezogen.

142. Schütz Andreas Görtler,

143.      „      Friedrich Oppe, beide 1. Leicht. Batls.

Am 17. Juli war ein vorliegendes Kloster mir Sturm genommen. Ein Detachement des Bataillons kam daselbst auf Piket, und es war wichtig, einen Punkt in demselben besetzt zu halten, von dem man gut beobachten konnte, gegen den aber der Feind ein heftiges Feuer richtete, wodurch schon mehre Leute getötet oder verwundet waren. Jene beiden Soldaten meldeten sich freiwillig, den so sehr gefährlichen Posten einzunehmen. Görtler hat sich ebenfalls bei Albuera und Vittoria ruhmvoll betragen, so auch Oppe, der in allen Gefechten des 1. leichten Bataillons gegenwärtig war.

Zu dem zweiten zwar blutigen aber durchgeführten Sturm auf St. Sebastian, am 31. August, wurden 100 Freiwillige aus den beiden leichten, und eben so viele aus den 3 Linien-Bataillonen aufgerufen; schnell war die Zahl vollständig.

Mehre dieser tapferen Freiwilligen sind schon genannt, hier folgen noch einige.

144. Schütz Hr. Ewald, 1. leichten Bataillons.

So eben von einem mühevollen und beschwerlichen Vorpostendienst zurückgekehrt, meldete er sich mit seiner gewohnten Bereitwilligkeit zu dem Sturm. In einem misslichen Augenblicke nutzte er sehr dadurch, dass er eine Leiter herbeischaffte, deren Gebrauch notwendig war.

145. Schütz Conrad Staedler, 1. leicht. Batls.

146. Schütz Georg Steingrandt, 2. leicht. B.

Dieser wurde wegen seines beim Sturm gezeigten ganz be-

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